Verbände und Unternehmen fordern Verbot der Lachszucht im Meer Skip to content
Photo: Salmon farming.

Verbände und Unternehmen fordern Verbot der Lachszucht im Meer

Die Lachszucht in offenen Meeresgehegen soll in Island verboten werden, “bevor es zu spät ist” – das fordern 25 Umweltverbände und Unternehmen von Islands Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmittel. Sie verlangen auch die Vorlage eines glaubwürdigen Plans, der darauf abzielt, diese Form der Aquazucht in Island zu verbieten, berichtet Vísir.

In einer gemeinschaftlichen Erklärung an die Medien verweisen die Initiatoren auf die 80.000 entkommenden norwegischen Zuchtlachse beim Unternehmen Arnarlax in den Westfjorden. Der isländische Wildlachsbestand wird auf insgesamt 50.000 Exemplare geschätzt. Es handle sich daher um einen “ausgesprochen schwerwiegenden Umweltunfall”, der schwerwiegende genetische Folgen für den Wildlachsbestand in Island haben werde.
“Der Unfall ist eine weitere Bestätigung dafür, dass all die schönen Versprechungen der Unternehmen in der Aquazucht falsch sind, und er offenbart auch die Gleichgültigkeit des Unternehmens gegenüber den Interessen der Natur, als entschieden wurde, gegen das Strafgeld Protest einzulegen,“ heisst es unter anderem. Die Lebensmittelaufsichtsbehörde MAST hatte Arnarlax eine Zahlung von 120 Mio. ISK Strafgebühr auferlegt, weil das Unternehmen gegen die Meldepflicht des Unfalls verstossen hatte.
Die Verschmutzung von Wildbeständen durch Genmaterial sei ein „irreversibler Umweltunfall“, schreiben die Initiatoren.

Angelsport bringt mehr Einnahmen als Aquazucht
Um die 2250 eingetragene Wohnsitze vertrauten auf Einkünfte aus ihren Lachsflüssen, der Angelsport schaffe dabei mehr Einnahmen als die Aquazucht jemals erbringen könne. Der wirtschaftliche Wert des Lachs- und Forellenangelsports belaufe sich auf jährlich 13,5 Milliarden ISK.
Die Verbände fragen, warum Islands Regierung ausländischen Konzernen die Resourcen des Volkes eigentlich schenke.

“Es ist klar, dass, wenn die Regierung wirklich daran interessiert ist, die Wildlachspopulationen sowie Islands Natur zu schützen, sie die Fischzucht in Meeresbecken stoppen muss. Solange die Aquazucht in Island praktiziert wird, muss dies nach den strengsten Standards erfolgen. Vor allem zu erwähnen sind die wiederholt an die Regierung übermittelten NASCO-Standards. Die unterzeichnenden Verbände und Unternehmen fordern den Minister auf, diese Standards umzusetzen und keinen Rabatt auf sie zu gewähren, während diese umweltschädlichen Aktivitäten in den Fjorden des Landes betrieben werden.”

Folgende Unternehmen und Verbände haben die Erklärung unterzeichnet:
NASF á Íslandi, Landssamband Veiðifélaga, Icelandic Wildlife Fund, Laxinn Lifi, Landvernd, Náttúruverndarsamtök Íslands, Ungir Umhverfissinnar, Lax-á, Veiðiflugur, Veiðivön, Höklar, Six Rivers Project, Stóra-Laxá, Fuss, Laxá á Ásum, Starir, Miðfjarðará, Eleven Experience, Norðurá, Stangaveiðifélag Reykjavíkur (SVFR), Hreggnasi, Vatnsdalsá, Veiðifélagið, Fish Partner und Flugubúllan

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