Uniklinik in Gefahrenstufe nach Vielzahl von COVID- und Quarantänefällen Skip to content
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Photo: A screenshot from RÚV.

Uniklinik in Gefahrenstufe nach Vielzahl von COVID- und Quarantänefällen

Für die Universitätsklinik in Reykjavík ist die COVID-bedingte Gefahrenstufe ausgerufen worden, nachdem sich eine Vielzahl von Mitarbeitern in einer Kurzquarantäne befindet, um das Ergebnis des PCR-Tests abzuwarten. Bislang läuft der Betrieb relativ ungestört, berichtet RÚV.

In den vergangenen Tagen sind Infektionen an vielen grossen Arbeitsplätzen in Reykjavík festgestellt worden, wie etwa bei der nationalen Rundfunkanstalt RÚV, im Rehazentrum Reykjalundur und beim städtischen Versorgungsamt, beim Wetteramt und im Pflegeheim Mörk, wo die Bewohner einer ganzen Etage in Quarantäne gesetzt wurden.

Mehrbelastung durch Personalausfall
Das Einsatzteam und der Seuchenschutzrat der Uniklinik beschlossen daher gestern, die Warnstufe hochzusetzen, weil die Vielzahl von Mitarbeitern, die infiziert sind oder sich in Quarantäne befinden, den Betrieb des Krankenhauses einschränken können. Innerhalb der Institution gibt es Fälle in den Büros und Lehrräumen in Skaftahlíð und in der Chirurgie. Das Personal war gestern getestet worden, mehr als 200 Mitarbeiter sind in Quarantäne und warten auf ihr Ergebnis. Bislang hat es zu keinen Engpässen in der Versorgung geführt, doch soll der Betrieb umorganisiert werden, liess das Krankenhaus verlauten.
In der Uniklinik herrscht Maskenpflicht, alle Konferenzen und Versammlungen werden online abgehalten und wer von Zuhause aus arbeiten kann, ist aufgefordert, dies zu tun. Krankenbesuche sind auf eine Person pro Patient und Tag beschränkt.

Krisenstabsmitglied in Quarantäne
Bei RÚV und dem Radiosender Rás2 gibt es positive Fälle, sechs Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne, sowie ein Interviewpartner. Der Chef des isländischen Zivilschutzes und Krisenstabsmitglied Víðir Reynisson ist einer von ihnen.
“Ich war natürlich erschüttert, weil man doch alle Seuchenschutzmassnahmen selbst befolgt, die man immer predigt, daher hab ich mich ganz schön erschrocken, das muss ich sagen,” kommentierte Víðir. Bislang verspüre er keine Symptome. Wenn das zweite Ergebnis auch negativ verläuft, kann er am Mittwoch die Quarantäne wieder verlassen.
Sein Fall sei ein Beispiel dafür, wie heimtückisch das Virus sei. Nun erlebe er das am eigenen Leib, was Tausende vor ihm erlebt hätten.
Radiointendant Stefán Eiríksson gab an, die Seuchenschutzmassnahmen der vergangenen Wochen hätten beim Sender gut funktioniert, doch müsse man sie verbessern, wie etwa Leute besser abzuschirmen und den Besuch im Hause zu beschränken.

Positive Fälle im Pflegebereich
Im Rehazentrum Reykjalundur sind vier Mitarbeiter positiv getestet worden, sowie ein Patient. In Quarantäne befinden sich 18 Mitarbeiter und zahlreiche Patienten. Von der Hausleitung hiess es, man rechne damit, dass die Quarantänezahlen ansteigen, daher wird es zu Ausfällen im ambulanten Leistungsbereich kommen.
Beim Versorgungsamt sind 12 Mitarbeiter positiv getestet worden, sieben von ihnen sind in drei Wohngemeinschaften beschäftigt, wo auch ein Bewohner positiv getestet wurde. In Quarantäne befinden sich 49 Mitarbeiter und sechs Bewohner. Auch beim Jugendamt sind zwei Mitarbeiter COVID positiv, 13 sitzen in Quarantäne. Beim Wetteramt ist ein Mitarbeiter betroffen, und es gibt einige Quarantänefälle.
Im Pflegeheim Mörk war vor dem Wochenende ein Mitarbeiter positiv getestet worden, fünf Leute befinden sich in Quarantäne, sowie die 22 Bewohner der Etage, die nun geschlossen wurde. Bislang ist kein Bewohner des Pflegeheims positiv und man hofft, dass es dabei bleibt.

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