Touristen fliegen vor dem 2. Test heim, Schiff mit Infizierten meldet COVID-Fälle nicht Skip to content
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Photo: A screenshot from RÚV.

Touristen fliegen vor dem 2. Test heim, Schiff mit Infizierten meldet COVID-Fälle nicht

Die Polizei in Nordwestisland hat zwei ausländische Touristen am Wochenende mit einem Strafgeld belegt, weil sie die Quarantäneregel gebrochen haben. Wie Vísir berichtet, sind die beiden Touristen nach Ankunft und Test an der Grenze in ihr Sommerhaus nach Norden gefahren, haben von dort aus mit dem Auto Ausflüge unternommen und sind Ski gefahren, wenn auch nicht mit anderen Personen zusammen.
Ihnen zum Verhängnis wurde die Tatsache, dass sie ihre Heimkehr einen Tag vor dem Vorliegen des zweiten Testergebnisses antraten.

In einer Mitteilung der Polizei heisst es: “Obwohl sie sich mit allen Quarantänregeln bekannt gemacht hatten, haben sie Ausflüge mit dem Auto unternommen und sind unter anderem auch Ski gefahren. Allerdings haben sie dies nicht in Gesellschaft mit anderen getan.”
Die beiden sassen schon im Flugzeug nach Hause, als das zweite Testergebnis einging. Sie wurden wegen Quarantänebruchs zu einer Zahlung von jeweils 200.000 ISK verurteilt.

Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason hatte heute seine Besorgnis über die Lage an der Grenze geäussert. In einem Interview mit der Radiosendung Reykjavík Siðdegis sagte er, in jüngster Zeit seien weitaus mehr Infizierte ins Land gekommen als vorher.
“Da hat sich das Muster etwas geändert, dass die meisten jetzt beim zweiten Test positiv getestet werden, und das gibt den Leuten vielleicht eine falsche Sicherheit, dass sie nicht ansteckend sind und dass sie sich während der Quarantäne nicht in Acht nehmen müssen. So haben wir die Infektion in die Gesellschaft bekommen,” erklärte Þórólfur.

Brasilianisches Schiff meldete COVID-Fälle nicht
Mbl.is berichtet, dass die Infektionsfälle auf dem brasilianischen Schiff, welches am Morgen Reyðarfjörður ansteuerte, nicht der Küstenwache gemeldet worden waren, wozu der Schiffsführer verpflichtet gewesen wäre. Die Gesundheitsbehörden vermuten, dass es sich bei den Fällen um die brasilianische Virusvariante handelt, die als besonders ansteckend gilt. Diesbezügliche Ergebnisse werden für morgen erwartet.

Man sei nur auf Umwegen dahintergekommen, dass sich Erkrankte an Bord befinden, weil vom Schiff aus in Norwegen nach Medikamenten gefragt worden war und der Pharmavertreter schnell genug reagiert hatte. So konnte das Schiff vom Hafen aus unter Quarantäne gesetzt werden, obwohl der Kapitän seiner Meldepflicht nicht nachgekommen war. Der Lotse ging mit dem Wissen an Bord, dass sich COVID Patienten dort befinden und hat sich danach sofort in Quarantäne begeben.

Bislang ist kein Lotse in Island bei der Impfung vorgezogen worden, schreibt mbl.is

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