Þorrablót findet auch 2022 zuhause statt Skip to content

Þorrablót findet auch 2022 zuhause statt

Auch in diesem Jahr sieht es pandemiebedingt ganz danach aus, dass das isländische Winterfest nicht im gewohnten Umfang stattfinden kann, und dass die Leute das traditonelle Þorri-Fest zuhause miteinander feiern. Schon im vergangenen Jahr hatten die Feste samt Bühnenshow und Tanzvergnügen aufgrund der Personenzahlbeschränkungen abgesagt werden müssen.
Die Hersteller der traditionellen Þorri-Speisen stellen sich nun darauf ein, dass statt der gewohnten Grossbestellungen für Büffets familienfreundliche Packungen in die Läden kommen, berichtet RÚV.

“Wir werden diese grossen Þorrablóts, die in den Gemeinden und Sportvereinen stattfinden, nun nicht bekommen, da wird sich einiges ändern,” sagt Andrés Vilhjálmsson, der Marketingleiter der Grossmetzgerei Kjarnafæði Norðlenska ehf. Er geht jedoch davon aus, dass die Gesamtmenge der verkauften Þorri-Speisen ähnlich hoch wie in normalen Jahren sein wird, weil die Leute ihr Þorri-Essen trotzdem haben möchten. “Das hat sich im letzten Jahr gut verkauft. Wir rechnen daher damit, dass es auch in diesem Jahr gut laufen wird, aber wie schon gesagt, mit einem veränderten Angebot.”
“Wir wollen fertige Tabletts anbieten,” kündigte auch Heimir Geirdal Jónasson, der Metzgereileiter bei Nettó am Glérártorg in Akureyri an. “Fertige Tabletts in zwei Grössen, damit es einfacher wird, das Fest daheim abzuhalten. Dazu soll es dann in saurer Molke eingelegte Speisen im Eimer geben, den die Leute kaufen können.” Im vergangenen Jahr war die Rechnung für die Supermärkte aufgegangen.

Altes Winterfest in modernem Gewand
Þorrablót ist ein traditionelles Winterfest in Island, welches nach dem altisländischen Kalender im Monat Þorri, zwischen dem 19. Januar und dem 17. Februar, abgehalten wird. Die Wurzeln des Festes gehen bis in die Wikingerzeit zurück. Mit der Christianisierung verschwand das Fest und wurde im 19. Jahrhundert im Rahmen des isländischen Nationalismus wiederbelebt. Die heutige Form des Þorrablót mit Büffet, Bühnenspass und Tanzvernügen ist vergleichsweise jung, sie stammt aus den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Þorrablót-Speisen spiegeln die Konservierungsmethoden vergangener Zeiten wieder, als nur gesäuerte Molke und Salz zur Verfügung standen, um Speisen über den Winter haltbar zu machen. Traditionelle Þorri-Speisen sind der von Touristen gefürchtete hákarl (fermentierter Hai), sowie sauer eingelegte Hammelhoden, abgesengte halbe Schafsköpfe und Sülzen aller Art, aber auch Blutwurst, Leberwurst, sauer eingelegtes Walfleisch, sowie Räucherfleisch vom Lamm und gesalzenes Pferdefleisch. Dazu gibt es süsses Rübenmus und in heissen Quellen gebackenes, süsses Schwarzbrot. Traditionellerweise werden diese Speisen in handlicher Zubereitungsform auf Holztabletts (bakki) in die Tischmitte gestellt.

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