Testreihe zur Hausschlachtung erfolgreich abgeschlossen Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Testreihe zur Hausschlachtung erfolgreich abgeschlossen

Eine Testreihe zur Hausschlachtung von Schafen, die im vergangenen Herbst initiiert worden war, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Ziel des Projektes war es, Wege zu finden, um Schafzüchtern die Hausschlachtung und Vermarktung ihres eigenen Fleisches zu ermöglichen, berichtet RÚV.
Insgesamt hatte 25 Höfe aus allen Landesteilen an dem Projekt teilgenommen. Auf 11 Höfen hatte ein Tierarzt die Fleischbeschau vorgenommen, auf 14 Höfen war die Fleischbeschau auf elektronischem Wege durch Liveübertragung durchgeführt worden. In dem nun veröffentlichten Projektbericht heisst es, man habe das Interesse der Bauern für diesen Weg erkunden wollen, und sehen wollen, ob eine öffentliche Kontrolle der Schlachtung sich zeitaufwändig gestalte, und welche Möglichkeiten sich mit der elektronischen Fleischbeschau anböten.

Die Biologin Dr. Hólmfríður Sveinsdóttir hat die Studie erstellt. Insgesamt sei das Projekt gut verlaufen, es sei auch kein Problem gewesen, die Tierärzte dafür zu gewinnen, die Schafe vor der Schlachtung zu begutachten, und nach der Schlachtung die Fleischbeschau vorzunehmen. “Das dauerte beides nicht lange und war einfach zu organisieren.” sagt sie. Jeder teilnehmende Hof schlachtete fünf Lämmer, das Fleisch ist nicht in den Verkauf gegangen. Jeder Schlachter musste mit den Schlachtabfällen regelkonform umgehen und sie selbst entsorgen, doch da es sich um Schafe handelte, konnten die Kadavercontainer der Gemeinden dafür genutzt werden. Die Qualitätskontrolle aus Fleischproben hatten die Bauern selbst vorgenommen und innerhalb des Zeitrahmens an das Forschungslabor übersandt. Alle Werte hatten bbl.is zufolge unter den zulässigen Höchstwerten gelegen, was für eine gute Qualität des Fleisches spricht..

Die meisten Stolpersteine seien in der elektronischen Kommunikation zu finden – Kamera und Internetverbindung in den Schlachträumlichkeiten. Die seien nicht gut genug, jedoch nichts, sich nicht verbessern und ausbauen lasse.

Im kommenden Monat will der Landwirtschaftsminister eine Aktion vorstellen, die die Möglichkeiten für Bauern, ihre eigenen Produkte herzustellen und ab Hof zu verkaufen verbessern will, sowie Produktion und Warenentwicklung unterstützt. Hólmfríður glaubt, die Ergebnisse der Testreihe bewiesen, dass es da viele Optionen für die Bauern gebe.

“Wenn die Bedingungen auf den Höfen so gestaltet sind, dass es dort zertifizierte Räumlichkeiten gibt, spricht nichts dagegen, dass Bauern auf ihrem Hof schlachten. Und dann verlangt der Markt auch danach.” sagte Hólmfríður.

 

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