Streik der Tankwagenfahrer wirft seinen Schatten voraus Skip to content

Streik der Tankwagenfahrer wirft seinen Schatten voraus

Der Kraftstoffverkauf in Island ist heute um ein vielfaches höher gewesen als an anderen Tagen, denn ab morgen Mittag um 12 Uhr streiken die Tankwagenfahrer, berichtet Vísir. Kunden kamen mit allen möglichen Kanistern an die Tankstellen, um sie als Vorratsbehälter zu befüllen.

Ab morgen Mittag werden alle Tankwagenfahrer im Grossraum Reykjavík ihre Arbeit niederlegen. Das bedeutet, dass die Tankstellen nicht mehr beliefert werden. Die haben sich in den vergangenen Tagen schon auf den Streik vorbereitet, haben sämtliche Tanks befüllt, dennoch glaubt N1 Geschäftsführer Hinrik Örn Bjarnason, dass so mancher Kunde den Streik schon morgen abend oder am Donnerstag zu spüren bekommen könnte.

Hamstern beginnt trotz Gefahren
Auch Verbraucher haben sich vorbereitet und hamstern bereits Kraftstoff. “Gestern Abend hab ich gesehen wie Leute alte Öltonnen befüllten. Alles mögliche gibt es da. Behälter haben sich sehr gut verkauft,” hat Hinrik beobachtet. Und die Kasse bei N1 klingelt. Aber das ist natürlich nur ein kurzfristiger Gewinn. Und ab morgen darf dann nicht mehr mehr als die Tankfüllung gekauft werden, kündigt er an.
Vor dem Hamstern ist ohnehin gewarnt worden, nicht zuletzt wegen der Gefahr, die unsachgemäss gelagerter Kraftstoff mit sich bringt.

Tourismus sorgt sich wegen Bussen und Mietwagen
Die N1 Kette bietet auf ihrer Webseite eine Liste, in der man einsehen kann welche Tankstellen geöffnet sind, und welche wegen des Streiks geschlossen werden.
“Das machen wir auch für den Tourismus. Die Unternehmen machen sich grosse Sorgen, dass ihre Busse auf der Gullfoss-Geysir-Tour liegenbleiben, oder dass die Mietwagen nicht mehr zum Flughafen kommen.”
Die Liste dient damit Einheimischen wie ausländischen Besuchern und soll ständig aktualisiert werden. Zum ersten bereits heute morgen als eine der Filialen in Hafnarfjörður leere Tanks meldete.

Ausnahmegenehmigungen für Einsatzkräfte
Auch die Gewerkschaft Efling hat auf ihrer Webseite die Möglichkeit bereitgestellt, um Ausnahmegenehmigung zu ersuchen.
Diese Ausnahmegenehmigungen sollen die öffentliche Sicherheit gewährleisten und ist für Feuerwehr, Polizei, Krankentransporte und andere Institutionen gedacht. Bislang wurde nicht kommuniziert, wie diese Ausnahmegenehmigungen praktiziert werden.
Aber N1 hat um eine solche Genehmigung ersucht, um Einsatzkräften und Rettungsmannschaften Kraftstoff abgeben zu können, bestätigte Hinrik Örn. Die ersten solcher Genehmigungen sollen schon heute Abend von der Gewerkschaft ausgestellt werden.

 

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