Staatsanwalt ermittelt gegen Walfangunternehmen Skip to content
Photo: Hvalur hf. employees inspect the hybrid whale hunted in June.

Staatsanwalt ermittelt gegen Walfangunternehmen

Die Staatsanwaltschaft hat einen Beschluss der westisländischen Polizei für ungültig erklärt, nach dem die Ermittlungen in einem von drei vermuteten Vergehen des Walfangunternehmens Hvalur ehf. eingestellt werden sollen, und will in diesem einen Fall weiter ermitteln. Diese Information ist einem Papier des Chefs der westisländischen Polizei zu entnehmen.

Der Naturschutzverband Jarðvinir (Erdfreunde) hatte das Unternehmen im vergangenen August wegen Nichteinhaltung der Regeln zum Walfang angezeigt. Die Anzeige bestand aus drei Teilen, es ging um die Jagd des Unternehmens auf Hybridwale, um die Jagd mit Harpunen und um die Verarbeitung des Walfleischs.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Anzeige an die Polizei des Westlandes weitergeleitet, welche im Dezember verkündet hatte, dass sie die Ermittlungen einstelle. Damit gaben die Jarðvinir sich nicht zufrieden und erstatteten Anzeige gegen die Entscheidung der Polizei, berichtet RÚV.

Die Staatsanwaltschaft nahm sich die Anzeige vor und bestätigte die Entscheidung der Polizei, die Ermittlungen im Fall der Harpunen und der Jagd auf die Hybridwale einzustellen. Die Verarbeitung des Walfleischs muss nun jedoch weiter untersucht werden, wie es in dem Schreiben der Staatsanwaltschaft heisst.

Der Anzeige zufolge hält Hvalur ehf. sich nicht an die Regel, dass Fleischerzeugnisse unter einem Dach verarbeitet werden müssen, die Staatsanwaltschaft sieht daher Anlass, in dieser Sache weitere Informationen zu sammeln.

Zugleich verweist der Staatsanwalt auf die westisländische Polizei, die untersuchen muss, ob das Unternehmen seiner Verpflichtung nachgekommen ist, die Fanglogbücher der Kapitäne an das Fischereiamt zu übergeben. Auch hier waren es die Jarðvinir gewesen, die eine Untersuchung der Angelegenheit gefordert hatten.

Im vergangenen Winter war ein Brief von Hvalur-Chef Kristján Loftsson in die Medien geraten, in welchem dieser den Minister für Fischerei und Landwirtschaft um eine Ausnahmegenehmigung für die Verarbeitung seiner Erzeugnisse unter freiem Himmel gebeten hatte.

Minister Kristján Þór Júlíusson hatte auch die Fanglizenz für das Unternehmen für weitere fünf Jahre ausgestellt. Grundlage für die Entscheidung war eine Studie des Wirtschaftsinstitutes der Universität Islands gewesen, nach der der Walfang mehr Einnahmen für das Bruttosozialprodukt schaffe als die Aktivitäten der Walbeobachtungsunternehmen.

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