Silvesterknaller mal wieder im Brennpunkt Skip to content
Photo: Fireworks over Reykjavík on New Year’s Eve.

Silvesterknaller mal wieder im Brennpunkt

Die Zeit der Silvesterfeuerwerke naht, und viele Tierbesitzer sorgen sich wie jedes Jahr um ihre Vierbeiner. Hündin Pila erschrak sich vor einem illegal gezündeten Feuerwerkskörper, als sie an Weihnachten mit Bekannten des Besitzers unterwegs war, sie riss sich los und versteckte sich. Erst 36 Stunden später wurde der Hund gefunden.
“Sie befand sich in einem Angstzustand und wir vermuten, dass sie sich versteckt hat und deswegen nicht gefunden wurde”, meint Sandra Ósk Jóhannsdóttir, die als Freillige für die Wohltätigkeitsorganisation Dýrfinna für vermisste Tiere tätig ist.
In Island ist das Abschiessen von Feuerwerk nur vom 28. Dezember bis 6. Januar, und nur zu bestimmten Uhrzeiten erlaubt.

Leider kommt es sogar recht häufig vor, dass Hunde vor Angst weglaufen und tagelang verschwunden sind. Die meisten werden jedoch gefunden. In Südisland bietet die Tellington-Instruktorin María Weiss in Vorbereitung der Knallereien spezielle TellingtonTouch-Kurse für Hunde an.
Der Dýrfinna-Verein empfiehlt auch, die Hunde besser zu kennzeichnen, etwa mit einem GPS-Halsband oder einem Blinklicht, und dafür zu sorgen, dass jeder Hund korrekt registriert ist, damit der Besitzer leichter gefunden werden kann.

Neue Traditionen statt Knaller
Nachdem auch die Umweltbehörde in diesem Jahr Feierfreudigen empfiehlt, neue Traditionen zu schaffen und statt des Feuerwerks den Anlass in den Vordergrund zu stellen, um Umwelt und Tiere zu schonen, regt sich in so manchen Gemeinden ebenfalls der Widerstand gegen die tagelange Knallerei. Vielerorts sind die Zäune der Pferdeweiden unter hohen Schneewehen verschwunden, und Pferde haben es leicht, ihre Weiden zu verlassen – an sich kein Problem, solange sie nicht im Strassenverkehr landen, aber während der Feuerwerkstage kommen auch in Island wieder immer Unfälle  vor, wenn Pferde durch Knallkörper in Panik geraten, und nicht selten sind Verluste zu beklagen.
In den vergangenen Jahren war die Luftqualität vor allem in Reykjavík am Neujahrstag extrem schlecht gewesen, weil Inversionswetterlage herrschte und der Feinstaub durch die Silvesterböller nicht abziehen konnte.

Verkauft werden Feuerwerkskörper durch die Ortsgruppen der Rettungsorganisation Landsbjörg, sowie durch Sportvereine, sie alle finanzieren einen Grossteil ihre Tätigkeiten durch den Verkauf. Seit einigen Jahren bieten Organisationen aber auch Alternativen an, wie etwa den Erwerb eines Setzlings. In Reykjavík wuren in diesem Jahr auch Weihnachtsbäume verkauft. Man kann die Organisation aber auch direkt mit einer Spende unterstützen.

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