Sieben sitzen in Untersuchungshaft wegen Reykjavíker Mordfall Skip to content
Police officers in masks
Photo: Lögreglan á höfuðborgarsvæðinu, Facebook.

Sieben sitzen in Untersuchungshaft wegen Reykjavíker Mordfall

Inzwischen befinden sich in Zusammenhang mit dem Mord an einem Mann in Reykjavík am vergangenen Wochenende sieben Personen in Untersuchungshaft, berichtet das Fréttablaðið. Die erste Verhaftung war bereits am letzten Sonntag vorgenommen worden, in der Montagnacht drei weitere in einem Sommerhaus bei Selfoss. Mitte der Woche wurden bei einer Polizeiaktion vier Personen festgenommen, eine davon ist wieder freigelassen worden. Unter den sieben Personen in U-Haft soll sich auch ein Informant der Drogenfahndung befinden.

Passanten in Reykjavík staunten nicht schlecht, als sie am Mittwochabend ein Grossaufgebot der Polizei samt Sondereinheit vor dem Reykjavíker Bezirksgericht sahen. Mindestens drei Fahrzeuge der Spezialeinheit Viking Squad und zwei Polizeiwagen umrundeten das Gerichtsgebäude, als die Verhafteten dem Richter vorgeführt wurden. Drei von ihnen wurden in Untersuchungshaft geschickt, eine weibliche Person wurden auf freien Fuss gelassen.

Kommissar Margeir Sveinsson leitet die Untersuchung in dem Mordfall. “Dies ist eine sehr grosse und ausgedehnte Ermittlung, die wir hier haben und das erklärt, warum es nicht möglich ist, einzelne Ereignisse zu besprechen,” gab er an. Margeir zufolge ist dies einer der grössten Fälle seiner Art in den letzten Jahren. Zur Zeit wird untersucht, ob es sich bei dem Mord um ein Bandenkriegereignis in der Unterwelt handelt.
Trotz der Relevanz bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit, sagte Margeir. “Wenn wir glauben würden, dass solche Gruppen eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellten, dann würde die Polizei angemessen handeln. Wir werden das niemals ohne Eingreifen geschehen lassen. Dann würden wir unseren Job nicht gut machen.” Zur Zeit wird die Beteiligung jeder einzelnen verhafteten Person in dem Mordfall untersucht.

Das Opfer hiess Armando Beqirai. Der Dreissigjährige war albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Island. Er hinterlässt seine schwangere isländische Ehefrau und ein Kleinkind. Die meisten der in U-Haft befindlichen Personen sind ausländischer Herkunft, einer ist Isländer. Manche von ihnen haben einen Wohnsitz in Island, jedoch nicht alle.
Daher sitzten bei den Ermittlungen auch Mitarbeiter der internationalen Polizei in Island sowie Beamte von Europol mit am Tisch, Margeir zufolge vor allem, um das Ermittlungsteam mit Informationen zu versorgen.

update

Am Mittag berichtet RÚV, dass gestern Abend zwei weitere Verdächtige festgenommen genommen wurden. Damit beläuft sich die Zahl der Verhafteten auf zehn Personen, mit einer Ausnahme alles ausländische Staatsbürger.

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