Sechs Isländerinnen durchqueren als Stafette den Ärmelkanal Skip to content
The group was ready for their swim
Photo: via Facebook/Bárurnar.

Sechs Isländerinnen durchqueren als Stafette den Ärmelkanal

Die Meeresschwimmgruppe Bárunar (die Wellen) hat gestern nach Durchquerung des Ärmelkanals die französische Küste erreicht. Die sechs Frauen benötigten für die nicht ungefährliche Strecke als Stafettengruppe 16 Stunden und vier Minuten. Der letzte Abschnitt war ein Rennen gegen die Zeit und in rauher See, denn das Wetter verschlechterte sich.

Zu den Bárunar gehören Guðmunda Elíasdóttir, Elsa Valsdóttir, Sigríður Lárusdóttir, Harpa leifsdóttir, Jórunn Atladóttir und Bjarnþóra Egilsdóttir. “Wir sind ganz normale Frauen, Mütter und Grossmütter,” sagte Guðmunda Iceland Review gegenüber. “Wir sind keine Athleten oder Eliteschwimmer, nur eine Gruppe von Frauen im besten Alter.” Die Idee zu der Ärmelkanalquerung war ihnen schon vor Jahren gekommen, mit einem ernsthaften Training hatten sie jedoch erst letzten Herbst begonnen.

Elín Laxdal

“Einige von uns hatten einen solide Grundlage als Schwimmerinnen,” erzählt Guðmunda. “Andere haben das Kraulen erst letztes Jahr gelernt!” Als normale Frauen mit einem normalen Leben hatte es natürlich gute wie schlechte Zeiten für die Freundinnen gegeben. Eine von ihnen musste sich während der Vorbereitungszeit einer Operation unterziehen und kam mit einem Stomabeutel nach Hause. Das hielt sie jedoch nicht vom Training ab, und so war sie die erste Schwimmerin, die den Kanal mit Stoma durchquerte. In der Gruppe befinden sich auch zwei Chirurginnen. Mit der Schwimmstafette wollen sie nun Aufmerksamkeit für Stomaträger wecken, und alle, die ihren Trainingsweg verfolgt haben, können den Isländischen Stomaverband unterstützen.

Die kürzeste Entfernung zwischen der britischen und der französischen Küste beträgt 34 Kilometer, doch die Route der Bárurnar fiel etwas länger aus, weil sie gegen die heftigen Strömungen und Wellen im Kanal anschwimmen mussten. Die Frauen schwammen daher insgesamt 54 Kilometer, jeweils eine Stunde pro Schwimmerin.

Strahlende Gesichter am Ende des Schwimmtrips

Natürlich gab es auch Zweifel, vor allem gestern Morgen, als die Wettervorhersage immer schlechter wurde und auch der Bootsführer mit seiner Sorge nicht hinterm Berg hielt. Da es jedoch der einzig mögliche Tag im Zeitfenster von sieben Tagen war, gab es nichts anderes als ab ins Wasser und vorwärts. Auch hier wechselten die Frauen sich jede Stunde ab, eine schwamm, die anderen versuchten im Boot warm zu bleiben. Die Wassertemperatur im Ärmelkanal betrug um die 13,5 Grad.

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