Scrapie in der Húnavatnssýsla gefunden Skip to content
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Scrapie in der Húnavatnssýsla gefunden

Auf dem Hof Bergstaðir im Húnavatnssýsla im Nordwesten des Landes ist die unheilbare Schafkrankheit Scrapie diagnostiziert worden, berichtet RÚV. Das isländische Gesetz schreibt die Keulung des gesamten Bestandes vor, um eine Ausbreitung der ansteckenden Erkrankung zu verhindern. Deshalb müssen alle 690 Tiere getötet werden.

Scrapie in dieser Region zum ersten Mal aufgetreten, ein grosser Schock für das bislang stets krankheitsfreie Gebiet, wo ab jetzt für zwei Jahrzehnte keine Schafe mehr zwischen den Höfen getauscht oder verkauft werden dürfen. Auch Verkäufe aus dem Bezirk in andere Bezirke ist nun verboten. Die Anzahl der krankheitsfreien Bezirke, in die unter keinen Umständen kleine Ruminanten oder landwirtschaftliches Gerät aus anderen Bezirken hineingebracht werden darf, reduziert sich damit auf vier: Snæfellsnes, östliche Westfjorde, nördliche Þingeyjarsýsla, Öræfi.

Hartes Vorgehen vonnöten
Scrapie wird oft als die Schafvariante der bovinen BSE-Krankheit bezeichnet. Wenn ein Schaf positiv auf Scrapie getestet wird, muss der gesamte Bestand gekeult werden, der gesamte Heuvorrat vernichtet und das gesamte Land rund um den Hof, sowie Gebäude und Gerätschaften desinfiziert werden, entweder chemisch oder durch Feuer, weil die Krankheit für Jahrzehnte in der Umgebung schlafen kann. Und selbst nach diesen drastischen Massnahmen dürfen die Bauern dann für Jahre kein Vieh auf dem Land halten. Oft betrift Scrapie auch Nachbarhöfe, etwa weil Schafe im Hochland zusammen gegrast haben. Übertragen wird die Krankheit vor allem durch Plazentaflüssgkeiten unter der Geburt, sowie durch die Muttermilch. Auf den Menschen ist die Scrapie nicht übertragbar.

Im vergangenen Jahr hatten Forscher zwei Genotypen im isländischen Schaf entdeckt, die offenbar vor der Scrapie schützen: ARR und T137. Zur grossen Freude der Schafbauern fanden sich mehrere zuchttaugliche Tiere, die eingesetzt werden konnten, und noch im gleichen Jahr wurden züchterische Anstrengungen unternommen, um diese schützenden Genotypen im Land weiterzuverbreiten.

 

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