Scrapie auf Schafhof in der Húnavatnssýsla gefunden Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Scrapie auf Schafhof in der Húnavatnssýsla gefunden

Auf einem Hof in der Vestur-Húnavatnssýsla ist die Scrapie-Krankheit bei Schafen festgestellt worden, berichtet RÚV. Ein Sprecher der örtlichen Schafzüchter bezeichnete es als Katastrophe, dass die Krankheit im Bezirk aufgetreten sei. Der nächste Schutzbezirk ist Scrapie-frei. Im vergangenen Herbst war das Rollengitter zwischen den Schutzbezirken entfernt worden.
Gefunden wurde die Krankheit auf dem Hof Vatnshóll im Húnaþing vestra. In diesem Schutzbezirk war Scrapie zuletzt 2015 aufgetreten, dieser Fall war der einzige in den vergangenen 20 Jahren gewesen.
“Das ist natürlich eine Katastrophe,” sagt Ólafur Benediktsson, der Vorsitzende des Schafzüchterverbandes in der Vestur-Húnavatnssýsla. “Vor allem für die Leute, die dort wohnen, und für die ganze Gemeinschaft, ja und für die Schafzüchter insgesamt im Land, dass das immer und immer wieder auftritt.”
Vatnshóll gehört mit seinen 920 Schafen zu den grösseren Höfen in der Region. Ólafur sagt, der Hof werde vorbildlich geführt. “Das ist ein noch grösserer Schlag, dass das auf einem Hof auftritt, wo die Leute sich wirklich alle Mühe geben, ihren Betrieb in Ordnung zu halten.”

Seit Auftreten der grossen Seuchen und einer Grosskeulung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts ist Island in Schutzgebiete aufgeteilt, weder Schaf noch Ziege dürfen zwischen sogenannten “unsauberen” Gebieten reisen. Jungtiere darf man nur aus sogenannten “sauberen” Gebieten erwerben, und nur auf Antrag und mit Erlaubnis durch die Veterinäraufsichtsbehörde, die über Erwerbe und Reisewege der Kleinklauentiere Buch führt.

Das Schutzgebiet Vatnsneshólf gilt nicht als Scrapie-frei, doch im benachbarten Schutzbezirk Miðfjarðarhólf ist Scrapie bislang niemals aufgetreten. Das Rollengitter auf der Ringstrasse, welches verhindert, dass Vieh dort, wo keine Zäune errichtet werden können, die Grenze des Schutzgebietes überquert, war im Herbst entfernt worden.
“Ich hoffe doch sehr dass die Veterinäraufsichtsbehörde und die Strassenverwaltung dieses Rollengitter wieder einfügen, ja, so schnell wie möglich. Damit zumindest der Weg nach Westen versperrt wird und die Schafe dort nicht hingelangen.” gab Ólafur an.

Zuletzt war im Skagafjörður Scrapie gefunden worden, im vergangenen Herbst hatten dort fast 3000 Schafe gekeult werden müssen. Scrapie ist ansteckend und nicht heilbar. In Island wird daher nach einer Diagnose der gesamte Bestand ausnahmslos gekeult, der Hof muss desinfiziert werden und kann mit der Schafhaltung erst nach einer Wartezeit von zwei Jahren wieder beginnen.

 

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