Schweres Unwetter am Montagmorgen, Island bleibt geschlossen Skip to content
Photo: Veðurstofa Íslands.

Schweres Unwetter am Montagmorgen, Island bleibt geschlossen

Der isländische Wetterdienst hat für heute Nacht und morgen die orangefarbene Warnstufe ausgegeben, für das Südland, die Bucht Faxaflói vor Reykjavík und den gesamten Hauptstadtbereich gilt die rote Warnstufe. Seit Einführung der Warnstufen im Jahr 2017 ist eine rote Warnung nur zweimal vorgekommen.
Das von Neufundland herüberziehende Unwetter betrifft die gesamte Insel. Es beginnt kurz nach Mitternacht im Südwesten und zieht sich von dort nach Nord und Nordosten. Auch heftige Niederschläge stehen auf dem Programm, sah es zunächst nach Schneestürmen aus, könnte sich der Schnee in den Niederungen in Regen verwandeln und die eisbedeckten Strassen in windbetriebene Rutschbahnen verwandeln.

Weiträumige Sperrungen zur Verkehrsverhinderung
Doch fahren wird ab heute Nacht ohnehin niemand mehr, denn die Strassenverwaltung hat bereits einen Plan veröffentlicht, in dem weiträumige Sperrungen aufgeführt sind. Den Plan findet man hier. Die Strassenzustandskarte mit den Sperrungen gibt es hier.
Bei der Strassenverwaltung geht man davon aus, dass viele Strassen ab morgen früh um 9 Uhr wieder geöffnet werden können, die vier Einfallstrassen nach Reykjavík Hellisheiði, Þrengsli, Mosfellsheiði und Lyngdalsheiði könnten jedoch bis Dienstagmittag gesperrt bleiben.

Sämtliche Flüge der Fluglinie Play sind für morgen abgesagt worden, davon sind mehrere hundert Passagiere betroffen. Auch Icelandair hat sämtliche Flüge zwischen Island und Europa gestrichen, hier sind 1300 Passagiere betroffen. Die Fähre zwischen Þorlákshöfn und den Westmännerinseln bleibt bis Dienstag im Hafen vor Anker liegen. Der schwere Wellengang kommt oft erst nach dem Sturm, Experten des Wetterdienstes rechnen bis in den Dienstag mit einer Wellenhöhe von 12 bis 18 Metern, daher können auch die bei Touristen beliebten Strände noch Tage nach einem Sturm gefährlich sein.

Einsatzkräfte sind auf alles gefasst
Nach einem Treffen der Einsatzkräfte hat der isländische Zivilschutz die Gefahrenstufe für das ganze Land ausgerufen. Das Einsatzzentrum in Skógarhlíð wird um Mitternacht besetzt, und auch im Südland und Suðurnes, sowie dem Unwetter folgend dann in den anderen Landesteilen, beginnen die regionalen Einsatzkräfte ihre Arbeit.
RÚV berichtet, dass an dem Treffen auch die Stromerzeuger und Versorgungsunternehmen teilgenommen haben, sowie die Telekommunikationsunternehmen, Strassenverwaltung, Wetterbehörde und viele andere. Nach Angaben von Víðir Reynisson, dem Leiter des isländischen Zivilschutzes, stünden alle bereit und hätten ihre Hausaufgaben gemacht, immerhin verfüge man über die Erfahrung der vergangenen Jahre, in denen es schwere Unwetter gegeben hatte. In diesem Fall könne man jedoch keine Teams in betroffene Gebiete schicken, weil das Unwetter im ganzen Land heere. Daher muss jede Region ihre Probleme zunächst selbst beheben.

Viele Gemeinden haben bereits angekündigt, dass Schulen und Kindergarten morgen geschlossen bleiben, in Reykjavík verbleiben die Busse des öffentlichen Nahverkehrs im Depot. Sollten die erwarteten Niederschläge als Schnee fallen, kann eine Räumung der Strassen länger als gewohnt dauern.

Der Zivilschutz fordert alle, Bürger wie Touristen auf, morgen gar nicht erst aus dem Haus zu gehen, sondern das Unwetter daheim oder im Hotel abzuwarten.

Aktuelle Warnmeldungen findet man stets auf safetravel.is. Hier kann man das Unwetter in Echtzeit mitverfolgen.

 

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