Schwere Sturmschäden im Hálsaskógur, Bäume entwurzelt Skip to content
Photo: Hálsaskógur in Djúpivogr, Screenshot from RÚV.

Schwere Sturmschäden im Hálsaskógur, Bäume entwurzelt

Der Forstverein in Djúpavogur hat nach dem Unwetter vom Wochenende grosse Schäden zu beklagen, denn mindestens 300 Bäume sind im Hálsaskógur umgeknickt oder entwurzelt worden. Für die Aufräumarbeiten benötige man Hilfe von aussen, heisst es.

Mitte September hatte der Verein noch seinen 70. Jahretag gefeiert, die ältesten Bäume im Hálsaskógur sind damit ebenfalls 70 Jahre alt. Kristján Ingimarsson, ein Bewohner aus Djúpivogur und Waldliebhaber, hält die Schäden in dem Wald für sehr gross. Nicht nur Bäume sind umgeknickt, die höchsten waren um die 20 Meter, auch Wanderwege und Bänke wurden durch das Unwetter unbrauchbar, viele Kunstwerke lokaler Künstler sind zerstört – ein Schock für die Gemeinschaft in den Ostfjorden.
Im Hamarsfjörður südlich von Djúpivogur hatte es Windgeschwindigkeiten von in Böen bis zu 64 m/s gegeben.

Die Forstverwaltung warnt die Leute vor dem Betreten des Waldes, solange dort nicht aufgeräumt ist. Ein Nadelbaum war gar entwurzelt und mitsamt Wurzelballen quer über die Ringstrasse gefegt worden.
“Die Leute hier mochten diese Waldanlage, das war immer schön, hierher zu kommen. Viele verstehen wohl jetzt erst das Sprichwort, dass man erst weiss was man hatte, wenn man es verloren hat,” meint Kristján. Die Aufforstung in Djúpivogur läuft als Freiwilligenprojekt, bei den Aufräumarbeiten, so glaubt er, müsse von aussen Unterstützung kommen, das könne der Verein allein nicht stemmen.

Auch im Hornafjörður waren bei dem Orkan mehrere hundert Jahre alte Bäume entwurzelt worden. Nach Aussage von Úlfur Helgason, dem Bauern auf Hoffell, dauerte es ganze sieben Minuten, um die acht uralten Bäume im Garten neben der kleinen Kirche zu entwurzeln. Die Kirche und anliegende Gebäude wurden verschont.

 

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