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Photo: Screenshot Vísir.

Schockierender Anstieg bei tödlichen Verkehrsunfällen

In den 17 Tagen des Jahres 2024 sind bislang fünf Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das ist die höchste Zahl an Verkehrstoten in solch kurzer Zeit seit Beginn der Aufzeichnungen vor etwa 50 Jahren, berichtet Vísir.

Schockierende Unfallzahlen
Zwei Personen starben bei einem Unfall auf eisglatter Fahrbahn auf dem Grindavíkurvegur, zwei Personen kamen bei Skaftafell ums Leben und eine Person starb bei einem Verkehrsunfall im Hvalfjörður. Þórhildur Elínardóttir, die Sprecherin der isländischen Verkehrsbehörde, sagte Vísir gegenüber, der Anstieg der Verkehrstoten in diesem Jahr sei “schockierend”, und sie habe soetwas in den vergangenen Jahren nicht erlebt. “Das gehört zum Schlimmsten, was wir erlebt haben,” sagte Þórhildur, “wir hoffen, dass das nicht nur das Vorspiel ist.”
Im letzten Jahr waren acht Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, im Jahr 2022 waren es neun. In den Jahren davor hatten die Zahlen ähnlich gelegen. Aber fünf Tote innerhalb von 17 Tagen ist der tödlichste Jahresbeginn seit 1977, als in einem Jahr 37 Personen verunglückten und fünf von ihnen vor dem 18. Januar.

Grossprojekt Verkehrssicherheit
Die Verkehrsbehörde verfolgt die Statistiken sehr genau und arbeitet an Präventivmassnahmen. Þórhildur sagt, die Behörden hätten sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten um jährlich fünf Prozent zu senken und sich damit unter die fünf europäischen Länder mit den proportional wenigsten Verkehrstoten zu gesellen.
Dem Thema Verkehrssicherheit müsse mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. “Wir müssen uns den zahlreichen Herausforderungen stellen, die mit den Jahren auf uns zugekommen sind,” erklärte sie. “In den vergangenen zehn Jahren gehören dazu der Smartphonegebrauch während der Fahrt, wachsender Tourismus, Elektroscooter und vieles mehr.” Auch die Instandsetzung von Strassen spiele eine grosse Rolle.

Mietspikes für Kurztrips
Da schlecht bereifte Fahrzeuge vor allem bei Glatteis eine Gefahr im Strassenverkehr darstellen, bietet eine Tankstellenkette nun Spikes zum Mieten an. Wer nur mal auf Wochenendbesuch in winterliche Gegenden fahren möchte, kann die benagelten Reifen mieten, ohne gleich in eigene investieren zu müssen, und ist trotzdem für Glatteis gerüstet. Ausserhalb von Städten und der Ringstrasse wird in Island der Schnee nur geräumt, nicht aber die Fahrbahn gesalzen. Nach einigen Tagen verwandelt sich die Schneedecke in einen Eispanzer, den man nur mit Spikes sicher befahren kann.

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