Schlechtes Wetter am Wahltag sorgt für Zusatzspannung Skip to content

Schlechtes Wetter am Wahltag sorgt für Zusatzspannung

Das isländische Herbstwetter könnte den Parlamentswahlen noch einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Wenn die Landsleute am Samstag zur Urne gehen, werden Hubschrauber und Schutzschiff der Küstenwache bereit stehen, um im Notfall die gefüllten Urnen zu den Auszählstationen zu bringen. Ein Wahlleiter aus dem Südbezirk geht davon aus, dass man nicht vor vier Uhr morgens mit der Auszahlung wird beginnen könen, berichtet RÚV.
Die Wetteraussichten für den Samstag sehen nicht mehr ganz so düster aus wie noch gestern, doch prognostiziert Wetterexperte Þorsteinn V. Jónsson immer noch genug Schlechtwetter aus Ost und Nordost. Vor allem in den Westfjorden und an der Südküste dürfte es ziemlich rauh werden, und auf den Bergstrassen muss der Autofahrer mit Schneegestöber rechnen.

Wahlleiter Þórir Haraldsson hat alle Hände voll zu tun. “Wir haben das entsprechend der Wettervorhersage natürlich so gut wie möglich vorbereitet, denn das sieht ja nicht besonders gut aus. Wir stehen in Kontakt mit der Hafenmeisterei auf den Westmännerinseln, die Küstenwache steht in Alarmbereitschaft und hält Hubschrauber und Schiff bereit, um die Wahlurnen zur Auszählstation zu bringen, sowohl von den Westmännerinseln als auch von Grímsey, auch wenn das nicht zu unserem Wahlbezirk gehört.”

Die Auszählung im Süden erfolgt in der Gesamtschule von Selfoss, dort beginnt man mit dem Sortieren um 19 Uhr. Doch die endgültige Zählung kann erst erfolgen, wenn alle Wahlurnen eingetroffen sind. Für die Wahlzettel aus Höfn im Hornafjörður sind 400 Kilometer nach Selfoss zurückzulegen. Genügend Zeit hoffentlich auch bei schlechtem Wetter, um die Urne von den Westmännerinseln heranzuschaffen.

Auch bei den Wahlen 2016 herrschte Sturm, damals hatte man die Wahlurne vor der Wahl wegen zu hohem Wellengangs nicht nach Grímsey bringen können. Sie wurde zu Wasser gelassen und schwamm in Richtung Insel, wo sie von einem Boot aus dem Wasser gefischt wurde.
Auf der Insel angekommen stellte sich dann heraus, dass die Wahlzettel nicht bei der Urne waren, worauf ein Hubschrauber dem Sturm trotzte und die damals etwa 50 Bewohner der Insel mit den Wahlzetteln versorgte.

 

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