Salmonellosenfälle im September waren europäischen Ursprungs Skip to content
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Salmonellosenfälle im September waren europäischen Ursprungs

Im September hat es eine Häufung gemeldeter Salmonellenenteritisfälle in Island gegeben. Damals hatte der Verdacht einer Gruppeninfektion bestanden, denn innerhalb weniger Wochen war bei 13 Personen der gleiche Bakterienstamm diagnostiziert worden, berichtet Vísir.
Die infizierten Personen wohnten in allen Landesteilen, die meisten jedoch im Südwesten des Landes, oder hatten kurz vor ihrer Erkrankung die Hauptstadt besucht. Diese Information ist dem Seuchenbrief des Chefepidemiologen zu entnehmen.

Ein Grossteil der Patienten erkrankte zwischen dem 27. August und dem 2. September. Bislang ist es nicht gelungen, die Infektion auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel zurückzuführen. Die Proben waren nach Dänemark geschickt worden, bei der Analyse stellte sich heraus, dass die isländischen Infektionen nahe Verwandtschaft zu einer Gruppeninfektion in Holland aufwiesen, die der europäischen Seuchenschutzbehörde Anfang September gemeldet worden war. Auch andere Länder wie Dänemark und Belgien kämpften zu dem Zeitpunkt mit einer Häufung von Salmonellosen. Alle Infektionen waren auf den gleichen Bakterienstamm wie in Holland zurückzuführen. Die europäischen Seuchenschutzbehörde untersucht die Gruppeninfektionen, deren Ursprung bislang nicht bekannt ist. Der Chefepidemiologe betont wie wichtig die DNA-Sequenzanalyse bei der Kartierung von Gruppeninfektionen und Epidemien ist. Die Infektions- und Virusabteilung der Universitätsklinik hat ein Gerät zur DNA-Sequenzanalyse erworben, um Erreger in Zukunft im Land identifizieren zu können, schreibt RÚV.

Anstieg der Syphilisfälle

Im gleichen Seuchenbrief des Chefepidemiologen heisst es, dass die Syphilis sich in Island auf dem Vormarsch befindet. Zwischen den Jahren 1970 und 2009 war die Geschlechtskrankheit bei jährlich etwa 10 Personen festgestellt worden, in den vergangenen 10 Jahren waren es durchschnittlich 24 Personen pro Jahr (6 bis 53 Infektionsfälle pro Jahr). Wie in vielen Ländern des Westens, so die Publikation des Chefepidemiologen, sei der Anstieg vor allem bei homosexuellen Männern zu verzeichnen gewesen.
In Island werden Schwangere und Blutspender auf Syphilis getestet, aber auch ausländische Arbeitskräfte, die von Arbeitgebern ins Land geholt werden. Im Jahr 2020 wurde bei 31 Personen erstmalig Syphilis diagnostiziert, davon 30 Männer, von denen 77 Prozent homosexuell waren. Die Syphilisinfektionen der vergangenen Jahre sind in 73 bis 97 Prozent aller Fälle bei Männern gefunden worden.

In den zehn Monaten des Jahres 2021 wurden 41 Fälle gefunden, davon 38 Männer, wobei sich diesmal unter den Erstdiagnostizierten neun Heterosexuelle befanden. In dem Papier heisst es, dass eine beträchtliche Anzahl mit aktiven Infektionszeichen und Wunden an den Geschlechtsteilen in der Universitätsklinik vorstellig wurde. Es gebe daher Hinweise darauf, dass die Syphilis sich auch unter Heterosexuellen in Island ausbreite, ein Anlass zur Besorgnis, weil eine Infektion während der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für den Fötus haben kann..

 

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