Reykjavíker Ideenwettbewerb: Kanye West Statue vor dem Schwimmbad? Skip to content
Aron Kristinn Jóhannsson, Kanye West fan
Photo: Screenshot from ruv.is. Aron Kristinn Jóhannsson, fan of Kanye West.

Reykjavíker Ideenwettbewerb: Kanye West Statue vor dem Schwimmbad?

Über 700 Personen unterstützen den Vorschlag von Aron Kristinn Jóhannsson, am Schwimmbad Vesturbæjarlaug in Reykjavík eine Statue des US-Musiker Kanye West aufzustellen, berichtet RÚV. Diese Idee ist eine von vielen im Rahmen des Ideenwettbewerbs Hverfið mitt (mein Stadtviertel), den die Stadt Reykjavík veranstaltet. Ein Projektleiter hält es durchaus für möglich, dass dieser Vorschlag umgesetzt wird.

Jedes Jahr haben die Hauptstadtbewohner die Möglichkeit, ihre Ideen zur Verbesserung ihres Wohnumfeldes vorzulegen. Dabei geht es um Begrünungen, Unterhaltungsangebote oder auch Kunst an öffentlichen Orten. Einsendeschluss war der 20. Januar. Eine der beliebtesten Ideen des diesjährigen Wettbewerbs war die Errichtung einer Statue des Musikers Kanye West vor dem Vesturbæjarlaug, präsentiert von Aron Kristinn Jóhannsson, der in dem Stadtviertel aufgewachsen ist, jetzt aber im Zentrum von Reykjavík lebt.
“Als der Ideenwettbewerb letztes Jahr zuende ging, hab ich bereut, diese Idee nicht eingesandt zu haben, weil ich fand, dass die Ideen, die letztes Jahr angenommen wurden, furchtbar uninteressant waren,” sagte Aron RÚV gegenüber.

Für den Wettbewerb wird die Stadt in 10 Bereiche unterteilt. Im Laugadalur beispielsweise fanden sich die meisten Stimmen für eine Erweiterung der Sólheimasafn Bibliothek. In Kjalarnes sprachen sich die meisten Bürger für den Bau von Hot Pots am Strand aus, damit die Ortsbewohner mehr von ihrer Küste haben.
Eiríkur Búi Halldórsson, der Projektmanager für den städtischen Ideenwettbewerb, ist begeistert, wieviele Leute teilgenommen haben. “Die Bürger von Reykjavík haben einen neuen Rekord gesetzt. Bei uns sind 1321 Vorschläge eingegangen, weitaus mehr als noch im letzten Jahr.”

“Ich fordere die Stadpolitiker auf, den jungen Menschen zuzuhören und das hier zu verwirklichen,” sagte Aron, dessen Statuenvorschlag 700 Unterstützer fand. Er findet nichts dabei, die Statue eines amerikanischen Musikers in Reykjavík aufzustellen.
“Ja, merkwürdig ist es schon, aber es hat auch Sinn. Reykjavík ist ein kleiner Ort und wir könnten ein bisschen mehr Kultur haben.” Als glühender Kanye-Fan findet er, so eine Statue sei auch eine grosse Ehre für den Künstler. Überdies könne sie sich zu einer Touristenattraktion entwickeln. Und wer weiss, vielleicht werde eines Tages der Name Vetsurbær in Westurbær geändert.

Zur Zeit befinden sich die Vorschläge in Bearbeitung. Im kommenden Herbst sollen Reykjavíks Bürger dann über die angenommenen Vorschläge abstimmen, die beliebtesten sollen dann im kommenden Jahr umgesetzt werden. Projektleiter Eiríkur meint, es könne durchaus sein, dass es eine Kanye-Statue geben werde, aber er könne nichts versprechen.

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