Reykjanesausbruch: Schwerstarbeit an neuer Wasserleitung Skip to content
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Photo: Screenshot Heimildin. Lava melts hot water pipe.

Reykjanesausbruch: Schwerstarbeit an neuer Wasserleitung

Der Lavaausbruch auf der Halbinsel Reykjanes vom gestrigen Morgen ist weitgehend abgeebbt, nur noch aus zwei Schloten strömt Lava an die Erdoberfläche. Währenddessen haben Mitarbeiter des Versorgungsunternehmens HS Orka bei Eiseskälte die ganze Nacht hart daran gearbeitet eine neue Wasserleitung zu verlegen, nachdem die Hauptleitung gestern Mittag dem Lavastrom zum Opfer gefallen war.

Heizöfchen stehen hoch im Kurs
Etwa 85% aller Haushalte und Gebäude in Island werden mit heissem Wasser aus der Erde beheizt. Bei Temperaturen um die -14 Grad kühlten die Häuser in den Gemeinden Reykjanesbær, Sandgerði, Keflavík und Vogar rasch aus. Die Behörden hatten gestern darum gebeten, sparsam mit dem Strom umzugehen, da das Stromnetz nicht für die Beheizung von Gebäuden ausgelegt sei.
An Baumärkten hatten sich lange Schlangen gebildet, Heizöfchen und Gasheizgeräte fanden reissenden Absatz, und RÚV berichtet, dass der Zivilschutz Heizgeräte im Ausland bestellt und an Personen verteilt hat, die nichts zum Heizen fanden. Unter anderem gingen Heizgeräte an ein Altenheim in Suðurnes.
Das Haus der Rettungsorganisation in Suðurnes steht seit gestern allen offen, die sich aufwärmen müssen, zum Glück, so schreibt Vísir, musste das niemand in Anspruch nehmen und Leute kamen nur für einen Kaffee und ein Schwätzchen.

Heisses Wasser kommt nur langsam
Am Morgen gab Zivilschutzleiter Víðir Reynisson an, die Arbeit an der Wiederherstellung der Heisswasserversorgung sei Schwerstarbeit, weil an den Verbindungsstellen der Rohre frische Lava liege, was gefährlich ist und die Arbeiten erschwere. Die erfolge in Etappen: nach dem Anschliessen müsse eine Druckprüfung durchgeführt werden, und der Einlauf von Wasser und Druck ins Leitungssystem könne nur langsam erfolgen, um sicherzustellen dass keine Luft in das System gelange. Die Behörden hoffen, die Halbinsel noch heute wieder mit heissem Wasser versorgen zu können.
Am Morgen fiel am Flughafen dann auch das kalte Wasser aus, nachdem sich gestern Abend ein Leck an der Zuleitung gebildet hatte. Ein Teil der Toilettenanlagen hatte daher geschlossen werden müssen, berichtet Heimildin.

 

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