Reykjanesausbruch: Schutzwall an den Meradalir aufgeschüttet Skip to content
Aerial view of lava flowing from the Geldingadalur crater and the audience gathered to admire it
Photo: Golli. People admiring the Reykjanes peninsula eruption.

Reykjanesausbruch: Schutzwall an den Meradalir aufgeschüttet

In der Nacht zum Freitag ist damit begonnen worden, einen Schutzwall im namenlosen Tal zu errichten, der die Lava umlenken und davon abhalten soll, ihren Weg nach Süden in Richtung Suðurstrandavegur fortzusetzen, berichtet mbl.is.
Pläne zu den Schutzwällen lagen bereits seit zwei Wochen bereit, am Freitagabend schien dann der Zeitpunkt gekommen, die Pläne in die Tat umzusetzen und die Nacht für das Projekt zu nutzen.
In Nátthagi, wohin die Lava unterwegs war, befinden sich auch Glasfaserkabel, die das abgeschiedene Gebiet mit der Aussenwelt verbinden. Die ersten Schutzwälle sollen eine Höhe von vier Metern erhalten, doch sehen die Pläne vor, sie bis auf acht Meter zu erweitern.

Einer der Planer sagte Vísir gegenüber, das Projekt sei einen Versuch wert, die Lava aufzuhalten und damit wichtige Infrastrukturteile der Stadt Grindavík zu schützen. Die Lava habe in der Nacht ein unerwartet grosses Tempo vorgelegt, und man habe zur Tat schreiten müssen. Der Grossteil der glühenden Masse war auf dem Weg in die Meradalir, aber ein Teil läuft in das bereits genannte namenlose Tal, welches im Südteil der Meradalir liegt – in Richtung Suðurstrandavegur. Diese Strasse ist einer der beiden Fluchtwege für die Stadt und wichtige Verbindungsstrasse zum Rest der Insel.

Screenshot Stöð2

Der Ingenieur Ari Guðmundsson, der die Pläne mit entworfen hat, verweist auf Erfahrungen im Ausland, sowie beim Vulkanausbruch auf den Westmännerinseln, wo sich die Lava hinter den Schutzwällen zwar aufgetürmt habe, die Schutzwälle jedoch trotzdem ihren Zweck erfüllt hätten. Man sei jederzeit bereit, die Wälle weiter zu erhöhen, wenn dies nötig erscheine.
Der dringend notwendige östliche Wall konnte fertigggestellt werden, für den westlichen Wall benötige man nach Aussage des Grindavíker Bürgermeisters ein paar Tage mehr. Aufgeschüttet werden die Wälle mit vorliegenden Steinen und Erdreich, sodass kein Material angefahren werden muss.

Auf den Westmännerinseln war seinerzeit Meereswasser genutzt worden, um die Lava herunterzukühlen und den Lavafluss zu stoppen, der drohte, den Hafen zu füllen. Ari sagt, diese Methode stehe diesmal nicht zur Verfügung. Doch auch damals seien Schutzwälle aufgeschüttet worden, die ihren Zweck erfüllten, allerdings sei darüber nur wenig berichtet worden.
Das gesamte Schutzwallprojekt läuft unter der Ägide des isländischen Zivilschutzes. Im Nachrichtenlink befindet sich ein Video zu der Aktion.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter