Reykjanesausbruch: Lava überwindet Wälle und läuft nach Nátthagi Skip to content
Photo: Lava in Nátthagi.

Reykjanesausbruch: Lava überwindet Wälle und läuft nach Nátthagi

Nachdem am Vormittag Besucher davor gewarnt wurden, sich im Tal Nátthagi aufzuhalten, war es dann gegen 13 Uhr soweit und es trat ein, was die Einsatzkräfte seit gestern erwartet hatten: die Lava aus dem Fontänenkrater in den Geldingadalir hatte die Schutzwälle im Namenlosen Tal überwunden und sich auf den Weg in das nächste Tal, Nátthagi, gemacht, berichtet Vísir. Von hier aus ist es noch eine gute Strecke bis zum Suðurlandsvegur, sagt Bogi Adolfsson, der Leiter des Grindavíker Rettungsteams. Aber die Lava ströme und sie mache Strecke.

Die Ingenieurin Hörn Hrafnsdóttir, die mit den Konstruktionsarbeiten am Schutzwall betraut gewesen war, meint, es könne ein paar Wochen dauern, bis Nátthagi sich gefüllt habe und die Lava den Suðurstrandavegur erreiche. Allerdings hätten Vulkanologen angemerkt, dass Lava meist keine weite Strecke laufe, wenn sie unterwegs abkühle, sodass es eine Chance gebe dass sie sich irgendann von selber aufstaue. Es könne auch durch sich gegenseitig speisende Lavaseen ein neues Gleichgewicht entstehen, aber es sei schwer, solche Vorhersagen zu treffen.

Elías Halldór Ólafsson hat den kritischen Moment, als die Lava das Hindernis überwindet, mit seiner Kamera aufgezeichnet und bei Facebook veröffentlicht.

Gestern hatten die Einsatzkräfte Lava versuchsweise über eine Strecke Glasfaserkabel laufen lassen, welches nur etwa 70 Zentimeter tief im Boden lag, um zu schauen, ob das Kabel Schäden davonträgt. Doch die Sendequalität blieb unverändert erhalten, berichtet Vísir.

Hörn bezeichnete das Ausbruchsgebiet als eine Art Versuchsgeländen wo Wissenschaftler und Einsatzkräfte für die Zukunft lernen könnten, falls das Eruptionskapitel auf der Halbinsel Reykjanes weitergehe.

 

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