Reykjanes: Neue Pipeline fertiggestellt, heisses Wasser in Sicht Skip to content
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Photo: Screenshot Heimildin. Lava melts hot water pipe.

Reykjanes: Neue Pipeline fertiggestellt, heisses Wasser in Sicht

Die Einwohner der Halbinsel Reykjanes könnten, wenn alles nach Plan läuft, schon heute Abend wieder heiss duschen, berichtet RÚV. Die Bevölkerung in den Gemeinden zwischen Sandgerði und Vogar hatte tagelang in kalten Häusern und ohne heisses Wasser dagesessen, nachdem am letzten Donnerstag ein kurzer, aber heftiger Lavaausbruch die Hauptwasserleitung aus dem Kraftwerk Svartsengi zerstört hatte. Eine rasch verlegte Ersatzleitung wurde ebenfalls beschädigt, worauf Tag und Nacht daran gearbeitet wurde, eine neue Leitung quer über die noch heisse Lava zu verlegen. Dazu hatte frische Lava bewegt und Schotter darüber verteilt werden müssen. In der Nacht hatten Tanklaster dann rund 1800 Tonnen heisses Wasser an ausgewählten Stellen ins Leitungssystem eingefüllt, um gleichmässigen Druck aufbauen zu können.

Behörden verteilten Heizöfchen
Die meisten Häuer in Reykjanes werden mit heissem Geothermalwasser aus dem Kraftwerk Svartsengi beheizt. Seit dem Ausfall der Leitung am Donnerstag hatte eine Art Ausnahmezustand geherrscht, Heizöfchen und Gasöfen standen hoch im Kurs, und für alle, die keine Möglichkeit hatten, sich Heizgeräte zu beschaffen, stellten die Behörden Leihgeräte zur Verfügung. Da das Stromnetz der Halbinsel nicht auf die Beheizung von Häusern ausgelegt war, fiel gleich mehrfach der Strom aus, als die Leute abends ihre Elektroautos luden und warmes Essen zubereiteten.
Mehrere Schulen schlossen ihre Türen, und so mancher Einwohner zog es vor, der Kälte zu entfliehen und sich für ein paar Tage anderswo einzumieten.

Heisses Wasser in Sicht
Nun also sind alle Rohrteile der neuen Leitung an Ort und Stelle miteinander verschweisst, und das heisse Wasser könnte schon heute abend die Haushalte erreichen. Bis alle Heizungssysteme gefüllt sind, könnten allerdings ein paar Tage ins Land gehen, daher bitten die Behörden, auch weiterhin sparsam mit dem Strom umzugehen.
Der Ausbruch vom letzten Donnerstag war der dritte in der Region in nur drei Monaten. Kaum war er vorüber, konnte bereits die nächste Landhebung am Kraftwerk Svartsengi festgestellt werden. Alles deutet darauf hin, dass sich dort wieder Magma ansammelt. Ein nächster Ausbruch ist also nur eine Frage von Tagen oder Wochen.

 

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