Rettungsaktionen bei Sturm, Isländer trotz Warnungen unterwegs Skip to content
Photo: Golli.

Rettungsaktionen bei Sturm, Isländer trotz Warnungen unterwegs

Die freiwilligen Retter der Ortsgruppe Víkverji mussten heute ausrücken, um einer ganzen Reihe von Leuten zu helfen, die wetterbedingt in Schwierigkeiten gekommen waren, berichtet. Im Gebiet rings um den Ort Vík í Mýrdal herrscht sehr schlechtes Wetter mit starkem Wind und eingeschränkter Sicht, wie Ortsgruppenleiter Orri Örvarsson Vísir gegenüber angab.
“Das sind fast alles Isländer, wir haben nur zwei Fahrzeugen geholfen, in denen ausländische Touristen sassen,” berichtete Orri. Insgesamt seien es um die 14 Autos gewesen, denen sie Beistand hatten leisten müssen.

Für das gesamte Wochenende hatte der Wetterdienst eine Orkanwarnung mit orangefarbener Warnstufe herausgegeben. Auch die ersten Strassen sind bereits gesperrt worden, darunter die Ringstrasse zwischen dem Seljalandsfoss und Vík.

Polizisten und Sanitäter nach Unfall in Quarantäne

Erst in der vergangenen Nacht war die Polizei zu einem Verkehrsunfall in Þingvellir gerufen worden, wo nach einem Überschlag drei Personen mit dem Krankenwagen hatten abtransportiert werden müssen. Die Fahrzeuginsassen befanden sich in Quarantäne, bei einem von ihnen bestand der Verdacht einer Infektion mit COVID-19.

Die zwei Polizisten und drei Rettungssanitäter, die den Einsatz gefahren hatten, mussten sich in vorläufige Quarantäne begeben. Heute kam dann das negative Testergebnis des verdächtigen Fahrzeuginsassen, und alle Einsatzkräfte konnten aus der Quarantäne entlassen werden.

Der Vorfall habe der Polizei arge Probleme bereitet, sagte Sveinn Kristján Rúnarsson, der Leiter der südisländischen Polizei Vísir gegenüber, vor allem weil man Massnahmen ergriffen habe und Polizisten nicht zwischen den Dienststellen wechseln dürfen. Die in Quarantäne geschickten Polizisten hätten durch zusätzliche Kräfte ersetzt werden müssen, in diesem Fall durch einen Polizisten aus Hvolsvöllur, der jedoch die Wache in Selfoss nicht betreten habe.

“So ist das bei uns. Das ist überall so, dass die Polizei an allen Wachstellen eingeteilt ist, da treffen sich keine Schichten und es gibt keinen Wechsel zwischen den Schichten. Daher ist es sehr schwer für uns, wenn da jemand ausfällt. Wenn das passiert, haben wir keine Mannschaft in der Hinterhand, um die Schicht zu übernehmen.”

Víðir Reynisson, der Leiter des isländischen Zivilschutzes, drängte auch auf der heutigen Pressekonferenz des Krisenstabs noch einmal darauf, dass alle Leute, die sich in Quarantäne befänden, bei sich zuhause bleiben sollten. Auch von Osterfahrten ins Sommerhaus war schon vor Tagen dringend abgeraten worden.

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