Regenbogenfahne von Reykjavíker Kirche zerstört Skip to content
Crowds gathered at Austurvöllur to show solidarity with Norway.
Photo: Golli. LGBTQ+ solidarity gathering at Austurvöllur square following the Oslo shootings.

Regenbogenfahne von Reykjavíker Kirche zerstört

Die Regenbogenfahne vor der Hjallakirche in Kópavogur ist in der Nacht zum Sonntag abgenommen und zerstört worden, berichtet RÚV. Pfarrerin Sunna Dóra Möller glaubt, dass es sich um eine bewusste Tat handelt und hat das Zerstörungswerk bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Als Sunna Dóra am Sonntagmorgen zum Dienst erschien, fand sie die Fahne am Fuss der Fahnenstange, zwar zusammengefaltet, aber die Befestigungen am Stoff waren entfernt worden, sodass die Fahne nicht mehr gehisst werden kann.
“Wir haben die Fahne seit Beginn der Gay Days mit Stolz vor unserer Kirche hängen gehabt.” sagt sie. Das Gefühl, sie zerstört zu sehen, sei ungemütlich und man begreife nicht, was der Täter für einen Zweck mit seinem Werk verfolge.

Fahnenfrevel keine Zufälle
“Für mich ist das eine Tat aus Hass. Das kann man nicht anders bezeichnen. Wir sehen wie das überall passiert, das ist ja kein Zufall.” meint die Pfarrerin. “Ich finde, das zeigt genau das Gegenteil von dem was die Flagge symbolisiert, von den Zielen der Day Days und einer offeneren Debatte.”
Die wachsenden Vorurteile müssten offen diskutiert werden. Selbstverständlich werde sie eine neue Fahne kaufen und hissen. “Wir müssen wach bleiben, und die Kirche nimmt daran teil,” sagt Sunna.

Anfang der Woche hatten Unbekannte in Hella alle Regenbogenfahnen abgehängt, davor war in der Grafarvogskirche in Reykjavík der Regenbogen auf dem Boden mit Hassparolen besprüht worden. Auch der LGTBQIA Organisation Samtökin ’78 waren nach den Gay Days eine ganze Reihe von Belästigungen gemeldet worden.

 

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