Rapper will Flughafenzubringer blockieren Skip to content
Photo: Herra Hnetusmjör, Facebook.

Rapper will Flughafenzubringer blockieren

Der isländische Rapper “Herra Hnetusmjör” (Herr Erdnussbutter) droht damit, die Flughafentangente Reykjanesbraut aus Protest zu blockieren, falls Lockerungen an der Landesgrenze dazu führten, dass sich das COVID-19 auslösende Virus in Island wieder etablieren sollte, berichtet Vísir.

Árni Páll Árnason, der unter den Namen Herra Hnetusmjör rappt, hatte vor einigen Tagen in den sozialen Medien gegen die ungenügenden Massnahmen an den Grenzen gewettert. In einem Interview sagte der Musiker, er habe das nicht aus Gedankenlosigkeit geschrieben, er sei vielmehr des Zustands müde und habe sich gefragt, “warum ich das nicht ändern kann, oder kann ich das ändern? Und wie kann ich das dann ändern? Ich bin unglaublich genervt über diese Grenzen, kann ich da irgendeinen Einfluss nehmen?” Er fragte seine Follower nach Lösungen, und Vísir zufolge hätten sich Leute aus allen Schichten der Bevölkerung mit Ideen bei ihm gemeldet.

Jetzt will Árni Protest. Er sagt, Unterschriftenlisten brächten nichts, man müsse demonstrieren, und die sauberste Art und Weise sei es, die Reykjanesbraut mit 150 Fahrzeugen vom Kreisverkehr in Keflavík aus in Richtung Stadt zu blockieren. Das sei dann die Kraft der Menge, man könne ja nicht alle festnehmen. Er habe sich ganz genau überlegt, wie man die Blockade mit den Ankunftszeiten der Flüge und Wachwechseln organisieren könnte. Schliesslich sei er arbeitslos und habe genug Zeit. Vísir schreibt dass der Musiker wie andere im Land seit mehr als einem Jahr mit Versammlungsverboten lebe.
“Um zu zeigen dass wir gute Leute sind, die die Nase voll haben, da würden wir die Reykjanesbraut blockieren. Wir würden die Seuchenschutzregeln achten, aber trotzdem was losmachen.”

Der Sohn des ehemaligen Sozialministers aus der Fortschrittspartei sagt, COVID-19 habe ihn verändert, immerhin habe er einen grossen Einnahmenverlust hinnehmen müssen. Politisch sei er nicht und habe auch nicht vor, in die Politik zu gehen. Irgendwann könnte das wohl zur Debatte stehen, dann aber mit seiner eigenen, noch zu gründenden Partei. Doch vorher wolle er sich im Jahr 2032 für das Amt des Präsidenten zur Wahl stellen, sagt Herra Hnetusmjör.

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