Quarantänepflicht für Isländer im Gespräch, vorerst keine Lockerungen Skip to content
Covid 19 Þríeykið
Photo: Covid 19 Þríeykið.

Quarantänepflicht für Isländer im Gespräch, vorerst keine Lockerungen

Islands Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason empfahl auf der heutigen COVID-Pressekonferenz, dass alle Isländer, die aus dem Ausland nach Hause kämen, grössere Menschenansammlungen für zwei Wochen vermeiden, auch wenn sie am Flughafen negativ auf die COVID-Krankheit getestet worden seien. Etwa 400 Personen hatten in Quarantäne gemusst, nachdem eine Fussballspielerin, die aus den USA nach Island zurückgekehrt war, positiv auf die Krankheit getestet worden war.

Die Spielerin war am 17. Juni eingereist, der Test an der Grenze fiel wie erwähnt negativ aus. Nachdem sich herausstellte, dass sie in den USA Kontakt zu einer infizierten Person gehabt hatte, wurde sie ein zweites Mal getestet und erhielt nun ein positives Ergebnis. Fast 400 Personen sind seitdem in Quarantäne, und drei weitere Krankheitsfälle wurden im Zusammenhang mit der Fussballspielerin gefunden – Islands erste Ansteckungsfälle innerhalb der Gesellschaft seit zwei Monaten.

In der heutigen Pressekonferenz betonte Þórólfur, dass man mit solchen Ereignissen gerechnet habe, und zwar trotz der Testung aller Einreisenden. Dennoch bezeichnete er den Vorfall nicht als das “Ende der Welt”, vielmehr forderte er isländische Bürger auf, bei der Rückkehr auf die Insel äusserste Vorsicht walten zu lassen, auch wenn der Test negativ ausgefallen sei. Dazu gehöre die Vermeidung von grösseren Menschengruppen, die Rücksichtnahme auf Personen mit hohen Erkrankungsrisiko und die bekannten Seuchenschutzmassnahmen.

Quarantänepflicht für Isländer im Gespräch
Derzeit können Reisende aus dem Schengen Raum nach Island einreisen, unter der Voraussetzung. dass sie sich entweder in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, oder einen COVID-Test am Flughafen/Fahrhafen machen. Die Behörden prüfen nun, ob Isländer bei der Einreise nicht verpflichtend in Quarantäne geschickt werden sollen und sich ein weiteres Mal testen lassen müssen, vor allem, wenn sie aus Gebieten mit hohem Infektionsdruck einreisen.

Noch keine Lockerungen in Sicht
Trotz weniger COVID-Fälle besteht in Island immer noch eine Versammlungsbegrenzung von 500 Personen. Bars und Clubs müssen um 23 Uhr schliessen.
Auch wenn man zu Monatsbeginn noch weitere Lockerungen in Aussicht gestellt hatte, sieht es derzeit nicht danach aus. Þórólfur zufolge sind jegliche Änderungen in Bezug auf Versammlungszahl und Nachtleben erst mal vom Tisch.

Ankunftszahlen sollten nicht steigen
Seit Einführung der COVID-Tests bei der Einreise am 15. Juni sind täglich etwa 1250 Personen nach Island eingereist. Das Einreiselimit liegt bei 2000 Personen, damit die Testkapazitäten in den Labors nicht überstiegen werden.
Auch wenn in den vergangenen Tagen immer wieder im Gespräch gewesen war, mehr Reisende ins Land zu lassen, sprach Þórólfur sich in Anbetracht der neuen Infektionskette dagegen aus.
Auch eine Entscheidung darüber, ob Island seine Grenzen für Reisende von ausserhalb des Schengengebietes öffnen wird, steht noch aus. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die EU Island möglicherweise ausschliessen würde, falls die Insel einen Alleingang wage.

Wie die BBC heute abend berichtete, ist die Liste der Länder, denen die Tore der EU offen stehen, nun veröffentlicht worden. Der USA, China und Brasilien bleiben demnach die Grenzen versperrt. Die Liste soll am kommenden Dienstag formal bestätigt werden.

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