Polizisten tragen nun auch in Island Bodycams Skip to content
A body camera attached to a police vest.
Photo: A body camera attached to a police vest..

Polizisten tragen nun auch in Island Bodycams

Die Reykjavíker Stadtpolizei hat 40 neue Bodycams für ihre polizeilichen Mitarbeiter gekauft, die Geräte sind am vergangenen Wochenende in der langen Kulturnacht zum ersten Mal zum Einsatz gekommen. Wie Polizeichef Ásgeir Þór Ásgeisson erklärte, sollen die Geräte der Beweisaufnahme dienen. Die Aufnahmen sollen Ereignisse aus Sicht des Polizisten zeigen und alle Zweifel über einen bestimmten Tathergang beseitigen.

Solche Bodycams sind auch bei der deutschen Polizei seit Jahresbeginn im Einsatz.

Die Reykjavíker Polizei hatte seit dem Jahr 2016 zehn solcher Bodycams versuchsweise genutzt. Anfang des Jahres war dann entschieden worden, die Gerätezahl aufzustocken, und 40 Kameras wurden hinzugekauft.

Seit vergangenem Freitag verfügt die Polizei also über 50 Kameras.”

Ásgeir zufolge gibt es nun genügend Geräte für alle im Einsatz befindlichen Polizisten, wenn sie ihre Schicht beginnen, sowie zusätzliche Geräte für Polizisten bei Wochenendeinsätzen oder besonderen Anlässen. Die Geräte sollen vor allem bei der Beweisaufnahme helfen.

Und natürlich hatten wir kürzlich ein paar schwierige Fälle, wo wir gerne ein Video des Ereignisses gehabt hätten, um die Sache aus der Sicht des Polizisten zu sehen, damit alle Zweifel darüber, was dort passiert ist, ausgeräumt werden konnten,” erklärte Ásgeir Vísir gegenüber.

Die Polizei hatte schon eine ganze Weile eine verstärkte Überwachung gefordert. Polizeifahrzeuge haben Kameras im Fahrgastraum und aussen am Fahrzeug, es gibt Überwachungskameras an den Polizeistationen, und in den Gefängniszellen. Die Bodycams seien nur das letzte Kettenglied, sagte Ásgeir.

Ich denke dass wir am Ende mit den Videoaufzeichnungen Geld sparen, aber jede Kamera kostet mehr als 100.000 Kronen,” meinte er.

Für die Benutzung der Kamera soll in den kommenden Tagen eine Benutzerleitlinie geschrieben und veröffentlicht werden. “Die Benutzerleitlinie soll über Handhabung, Obhut und Datenarchivierung informieren. Polizisten werden Videoaufzeichnungen nicht löschen können,” erklärte Ásgeir.

Jede Kamera wird einem jeweiligen Polizisten bei Schichtbeginn ausgehändigt, bei Schichtende werden die Aufzeichnungen in den Datenpool der Polizei eingespeichert.

Der Polizist ist immer derjenige, der den Aufnahmeknopf drückt, aber wenn die Bodycams einmal eingeführt sind, wollen wir soviele Aufzeichnungen wie möglich bekommen,” sagte Ásgeir.

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