Polizei setzt wieder Pfefferspray gegen friedliche Demonstranten ein Skip to content
palestine protests alþingi
Photo: Erik. February 2024..

Polizei setzt wieder Pfefferspray gegen friedliche Demonstranten ein

Die Polizei hat gestern Pfefferspray gegen Demonstranten vor dem Parlament angewendet. Ein Abgeordneter der Piratenpartei, der sich ebenfalls vor Ort befand, berichtet, die Demonstration sei friedlich verlaufen. Das Pfefferspray sei angewendet worden, als das Fahrzeug eines Ministers das Parlamentsgebäude verlassen wollte.

Gemischte Demonstration
Mitglieder der isländisch-palästinensischen Gemeinschaft hatten die Demonstration organisiert. Das Parlament wird sich bald in Sommerpause begeben, und die Aktivisten nutzten eine letzte Chance, um sich Gehör zu verschaffen.
Die Demonstration wurde auch von Walfanggegnern genutzt, die gegen die Entscheidung von Fischereiministerin Bjarkey Olsen Gunnarsdóttir protestieren, dem Walfangunternehmen Hvalur hf eine einjährige Jagdlizenz sowie eine Fangquote von 128 Finnwalen zu erteilen. In Island werden politische Protestveranstaltungen oft von mehreren Interessensgruppen genutzt, die zusammen jeweils für ihr Anliegen demonstrieren.

Parlamentarier beobachten Pfeffersprayanwendung
RÚV berichtet, dass sich auch einige Abgeordneten der Piratenpartei an den friedlichen Protesten beteiligte, darunter Andrés Ingi Jónsson. Der gab RÚV gegenüber an, die Demonstranten seien während der Sitzung zu hören gewesen.
„Als wir dort ankamen, hatten die Leute sich an der Domkirche versammelt und stellten sich dann am Eingang zur Tiefgarage auf, wo sie nur Trommeln schlugen und Parolen riefen,“ erzählte er RÚV gegenüber. „Kurz darauf begann die Polizei damit, Pfefferspray zu versprühen, und meiner Ansicht nach taten sie das sehr schnell, anstatt zu versuchen, die Lage zu deeskalieren.“
Auch der Abgeordnete Gísli Rafn Ólafsson war anwesend, als die Demonstranten mit Pfefferspray eingenebelt wurden. Er bestätigte ebenfalls, dass die Demonstration friedlich verlief, und dass die Eskalation durch die Anwendung von Pfefferspray erst dann einsetzte, als das Fahrzeug von Premierminister Bjarni Benediktsson versuchte, die Parlamentsgarage zu verlassen.
Andrés Ingi sagte RÚV, er habe nicht gesehen, wer im Auto sass, aber er fand es ziemlich schwerwiegend, sofort das Pfefferspray zu ziehen, nur um ein paar Autos vorbeizulassen.”
Unter den Demonstranten befanden sich auch viele Kinder und ältere Menschen.

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