Polizei hofft, COVID-Suchhunde ausbilden zu können Skip to content
Photo: Lögreglan á Norðurlandi vestri, Facebook.

Polizei hofft, COVID-Suchhunde ausbilden zu können

Der Leiter der nordwestisländischen Polizei möchte spezielle ausgebildete COVID-Suchhunde ins Land holen, berichtet RÚV. Die isländische Polizei steht in regelmässigem Kontakt zu Organisationen in Grossbritannien, welche Hunde ausbilden und prüfen, ob die Hunde auch lernen können, das neuartige Coronavirus an Personen zu finden. Erste Versuche haben gezeigt, dass die Hunde positive COVID-Proben mit 90 prozentiger Treffsicherheit identifizieren können. Seit dieser Woche arbeiten sogenannte “Corona-Hunde” am Flughafen in Helsinki als Teil eines Pilotprojekts.
Wie die New York Times schrieb, ist ein COVID-Test durch Hund viel weniger unangenehm als das Stäbhen in der Nase. Bei den Reisenden in Helsinki wird vielmehr der Körperschweiss untersucht. Zuerst wischt der Reisende sich den Hals ab, dann wird das Probentuch in einen Container gesteckt, der Container geht an den Hundeführer. Der lässt seinen Hund nun an diesem wie an anderen Containern mit verschiedenen Gerüchen schnüffeln.
Die Hunde sind in der Lage, innerhalb von 10 Sekunden das positive COVID-Schweisstuch zu identifizieren. Der ganze Prozess dauert weniger als eine Minute. Finnischen Wissenschaftlern zufolge haben Hunde das Virus sogar schon in asymptomatischen Trägern gefunden.

“Briten haben Erfahrung im Training von Malaria-Hunden”
Die Polizei in Nordwestisland kümmert sich um Ausbildung und um die Bewertung aller Polizeihunde im Land. Polizeichef Stefán Vagn Stefánsson gibt an, er habe die Entwicklung mit den COVID-Suchhunden im Ausland intensiv verfolgt, vor allem das Training, welches in Grossbritannien stattfindet, weil die Briten damit recht früh angefangen hätten.
“Die Briten haben Erfahrung im Training von Malaria-Hunden in Gambia im Jahr 2016, das brachte gute Ergebnisse,” sagte er. “Sie haben uns an die wissenschaftlichen Institute vermittelt, die in Grossbritannien daran arbeiten [the London School and Hygiene and Tropical Medicine and Bernham University] und wir konnten ihre Untersuchungen mitverfolgen.”
Da diese Suchhunde eine hohe Trefferquote erzielen, hofft Stefán, ein ähnliches Projekt in Island beginnen zu können.

Zwei Hunde, eine Stunde, 500 Proben
“Wir verfügen über all das Wissen, was wir brauchen, um diese Hunde zu trainieren,” meint er. “Wir haben Hunde im Ausland gefunden, die noch nicht voll im Training stehen und ins Land gebracht werden könnten. Es würde vielleicht zwei Monate dauern, bis die Hunde gelernt haben, Schweissproben zu identifizieren.”
In den britischen Studien konnte ein Hunde um die 250 Proben in einer Stunde identifizieren, was bedeute, so Stefán, dass zwei Hunde um die 500 Proben pro Stunde “bearbeiten” könnten. “Und natürlich könnte man für grösste Genauigkeit zwei Hunde die gleichen Proben beschnüffeln lassen.”
Auch wenn er das Projekt und seine Umsetzung in Island hochspannend findet, so betont er doch, dass es wichtig sei, erst mal zu schauen, wie die Entwicklung in den Pilotprojekten in Finnland, Grossbritannien und Deutschland verlaufe.
“Und dann hängt es natürlich von anderen Leuten als uns ab, zu entscheiden, ob es so etwas hier bei uns geben wird.”

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