Pflegepersonal und Patienten negativ nach COVID-Fall an der Uniklinik Skip to content
Photo: Landspítali/TH Thorkelsson.

Pflegepersonal und Patienten negativ nach COVID-Fall an der Uniklinik

In den vergangenen Tagen ist bei zwei stationären Patienten im Universitätskrankenhaus das Sars-CoV2 Virus gefunden worden. In beiden Fällen ist unklar, woher die Infektion stammt.
Der eine Patient war vorgestern aus der Kardioabteilung entlassen und kurz darauf positiv getestet worden, berichtete RÚV. Alle 32 Mitpatienten der Station, sowie mehr als 100 Mitarbeiter des Pflegepersonals wurden daraufhin getestet, keiner von ihnen wurde positiv getestet. Die Station wurde für Neuzugänge geschlossen, alle nicht unbedingt notwendigen Behandlungen sind vorerst ausgesetzt.

Mehr als 100 Personen befinden sich bedingt durch den Infektionsfall in Quarantäne, und alle Besucher, die die Abteilung in den vergangenen Tagen betreten haben, müssen sich ebenfalls testen lassen. Der Oberarzt der Infektionsabteilung an der Uniklinik, Már Kristjánsson, sagte RÚV gegenüber, ein Infektionscluster wie im Pflegeheim Landakot im vergangenen Herbst sei eher unwahrscheinlich, weil die Kardioabteilung in einem neueren Gebäudeteil untergebracht sei, wo weniger Patienten sich Zimmer und Badezimmer teilen und wo die Belüftung der Räume besser sei.

Gestern Abend gegen 21 Uhr wurde RÚV zufolge ein weiterer COVID-19 Fall in der Uniklinik diagnostiziert, der betreffende Patient befand sich in der Abteilung für Hämatoonkologie. Bei ihm gehe man davon aus dass er bei der Einweisung bereits infiziert gewesen sei, sagte Már. “Der Patient wurde wegen Symptomen am Vortag eingewiesen, und bei der Aufarbeitung der Erkrankung stellte sich das heraus.”
In der Folge sind heute 30 Mitpatienten und 30 Mitarbeiter der Station getestet worden, mit Ergebnissen ist später am Tag zu rechnen. Die Station nimmt vorerst keine Neuzugänge auf, der Betrieb läuft jedoch weiter. Der betreffende Patient ist auf die Isolierstation verlegt worden.
Már zufolge werden Patienten bei der Einweisung nicht automatisch getestet, sondern nur wenn sie entsprechende Symptome zeigen oder aus einer Umgebung kommen, wo sie sich angesteckt haben könnten. “Das muss immer ene klinische Grundlage haben.”

Der Infektiologe will die beiden Fälle nicht als Kritik an den Präventionsmassnahmen der Klinik sehen, berichtet RÚV. Beide Fälle stünden in keiner Verbindung zueinander und hätten jeweils eine andere Ereignisabfolge gehabt. Er sieht vielmehr die erhöhte Wachsamkeit seines Pflegepersonals und die Komplexizität der Gesamtthematik im Vordergrund.
In einer Mitteilung der Universitätsklinik wurden die Vorkehrungen in der Onkologie als sicherheitsbedingte Vorsichtsmassnahmen bezeichnet. Der Patient habe sich nur kurz auf der onkologischen Station befunden, daher bestehe kein Infektionsverdacht bei Mitpatienten oder Mitarbeitern.

update 18.00 Uhr

Wie Vísir berichtet, sind einer Meldung der Universitätsklinik zufolge alle Tests von Mitpatienten und Pflegepersonal in der Onkologie negativ ausgefallen.

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