Pflegeheim in den Westfjorden schwer von COVID-19 betroffen Skip to content
Bolungarvík
Photo: Bolungarvík.

Pflegeheim in den Westfjorden schwer von COVID-19 betroffen

Zwei weitere COVID-19 bedingte Todesfälle hat es gestern in Island gegeben, damit ist die Gesamtzahl auf sechs gestiegen. Ein Mann um die 60 Jahre war im Universitätskrankenhaus Landspítali an den Folgen der Infektionskrankheit gestorben. Ein weiterer Mann erlag der Krankheit in einem Pflegeheim in Bolungarvík in den Westfjorden.
In dem Pflegeheim sind noch zwei Personen an COVID-19 erkrankt, drei Personen befinden sich in Isolation, während man auf die Testergebnisse wartet. Fünf Bewohner sind symptomlos und in Quarantäne.

Reserveeinheit kommt zum Einsatz

Ein Grossteil von Pflegepersonal und sonstige Mitarbeiter musste sich in Quarantäne begeben, fünf von ihnen wurden einer Mitteilung der örtlichen Gesundheitsbehörde nach positiv auf das Virus getestet. Nachdem die Heimbewohner erstmal von Mitarbeitern der Reserveeinheit und Schwestern aus anderen Gesundheitszentren notversorgt wurden, transportierte der Hubschrauber der Küstenwache gestern dann weiteres Pflegepersonal der Reserveeinheit in den abgelegenen Ort in den Westfjorden. Am Wochenende hatte auch in den Westfjorden sehr schlechtes Wetter geherrscht und es war nicht möglich gewesen, den Ort zu erreichen.

Hilfspaket für Kleinunternehmer

In Bolungarvík, wo 931 Einwohner gemeldet sind, waren Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen verboten worden, damit ist das Versammlungsverbot dort strikter als im restlichen Land. Bolungarvíks Bürgermeister Jón Páll Hreinsson sagte, es gebe sehr viel Solidarität in der Gemeinschaft, doch zeigte er sich auch besorgt über die Lage kleinerer Unternehmen, die besonders sensibel auf die Auswirkungen der Seuche reagierten.
“Die, die in dieser Situation Opfer bringen, sind die Kleinstdienstleister,” sagte er RÚV gegenüber. “Die Kosmetiksalons und die gesamte Restaurantbranche, die natürlich an diesen kleinen Orten besonders verwundbar ist. Das Einkommen verschwindet einfach.”
Die Gemeinde hat ein Hilfspaket geschnürt, um kleine Unternehmen zu unterstützen. Jón Páll bestätigte, er sei in Kontakt mit seinen Amtskollegen im ganzen Land, die vor den gleichen Herausforderungen stehen.
“Sie sind alle sehr besorgt und die meisten Gemeinden wollen intervenieren.”

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