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Patient mit Masern im Landspítali in Quarantäne

Die Universitätsklinik Landspítali hat dem isländischen Chefepidemiologen gestern eine Maserninfektion gemeldet. Sie war bei einem Touristen festgestellt worden. Der Mann befindet sich auf der Quarantänestation, berichtet RÚV.

Masern ist eine hochansteckende und ernsthafte Viruserkrankung, die über Tröpfcheninfektion weitergegeben wird. Die Inkubationszeit beträgt 10 bis 12 Tage, es können sich entzündete Lymphknoten, Husten und Fieber zeigen, und am dritten oder vierten Tag kommt es in den meisten Fällen zu dem maserntypischen Ausschlag am ganzen Körper.
Der oben genannte Patient hatte den Ausschlag einen Tag nach seiner Ankunft in Island am 31. Januar bemerkt und war am 2. Februar zum Arzt gegangen.
Die Behörden haben sich mit der Fluggesellschaft in Verbindung gesetzt, die den Passagier an Bord gehabt hatte, sowie mit allen, die einer möglichen Infektion ausgesetzt sein könnten.

Impfrate in Island sinkt
Chefepidemiologin Guðrún Aspelund sagte RÚV, es sei nicht das schlechteste, dass er im Krankenhaus diagnostiziert worden sei. “Wenn die Diagnose dort nicht gestellt worden wäre, dann wäre er herumgereist, und es ist denkbar, dass dann mehr Personen einer Infektion ausgesetzt worden wären, sodass das nicht die schlechteste Lage ist, denke ich.” Bislang sind keine weiteren Masernfälle bekannt geworden, es kann aber bis zu drei Wochen dauern, bis sich Symptome zeigen.
Auch wenn die meisten Einheimischen in Island  geimpft sind oder Masern gehabt haben und damit lebenslang immun sind, ist der Anteil der Geimpften in den vergangenen Jahren gesunken. Guðrún erklärt, dass bei einer Erhebung in 2022 eine Impfrate von 90 Prozent festgestellt wurde, wobei 95 Prozent das Ziel sind.
Vor allem in Europa ist die Impfrate stark gesunken, und immer häufiger kommt es dort zu Maserninfektionen.

Masern reisen auch nach Island
“Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Infektion bis nach Island gelangt, daher müssen wir unseren Impfstatus sicherstellen, um eine Ausbreitung von auftretenden Infektionen zu verhindern. Im vergangenen Jahr gab es in Europa einen sehr starken Anstieg der Infektionen im Vergleich zum Vorjahr, was durchaus Anlass zur Sorge gibt”, so Guðrún.
In Island konnten die Masern in den Achzigerjahren ausgerottet werden, und bis zum Jahr 2014 hatte es keinen einzigen Masernfall mehr auf der Insel gegeben. Seitdem sind alle Masernfälle aus dem Ausland gekommen. Die letzte Infektion war im Jahr 2019 festgestellt worden, damals erkrankten neun Personen, sieben davon in einer Gruppeninfektion.
Man wolle unbedingt verhindern, dass sich die Masern in Island wieder etablierten und ausbreiten, so die Chefepidemiologin.

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