Öllecks in El Grillo sollen zubetoniert werden Skip to content
Seyðisfjörður
Photo: Golli.Seyðisfjörður.

Öllecks in El Grillo sollen zubetoniert werden

Fünfzig Millionen Kronen hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz bereitgestellt, um Massnahmen gegen leckendes Öl aus dem 1944 gesunkenen Frachter El Grillo zu ergreifen, berichtet RÚV. Unter anderem wurden Schwimmdocks angeschafft, die auf dem Wasser schwimmendes Öl auffangen können. Ausserdem sollen in diesem Sommer Risse in zwei Tanks zubetoniert werden, um das Öl am Auslaufen zu hindern.
In einer Mitteilung des Ministeriums heisst es, auslaufendes Öl aus der El Grillo, die auf dem Grund des Seyðisfjörður liegt, habe in den letzten Sommern regelmässig zu Problemen geführt, und das trotz umfangreicher Reinigungsmassnahmen im Jahr 2001.

Leckendes Öl seit 78 Jahren
Das britische Ölversorgungsschiff El Grillo war bei einem Luftangriff der Deutschen im Jahr 1944 versenkt worden. Schon gleich zu Beginn war Öl aus dem Wrack geleckt. In den Jahren 1952 und 2001 hatte man versucht, das Öl abzupumpen, doch mit wenig Erfolg. Im vergangenen Sommer fiel der Ölteppich in dem Fjord besonders heftig aus, und so wurde eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus dem Ministerium, der Küstenwache und der Gemeinde Múlaþing gegründet, um das Problem zu lösen.

Gemeindedirektor Björn Ingimarsson begrüsst die Finanzspritze, welche die von der Arbeitsgruppe geplanten Massnahmen ermöglicht. Als Notfallmassnahme wurden die Schwimmdocks und dazugehöriges Equipment erworben, mit dem man das Öl auffangen kann, was sich jedesmal bei Erwärmung des Meeres an der Wasseroberfläche zeigt, als nächstes steht dann die Zubetonierung der Risse im Tank auf dem Programm. Letzteres ist ein Vorhaben, bei dem die Küstenwache zum Einsatz kommt.
Der Umweltnminister hofft, dass die Schwimmdocks weitere Ölverschmutzung verhindern. “Wir werden zugleich danach trachten, eine Zukunftslösung zu finden, damit es gar nicht erst die Gefahr eines Lecks gibt.” heisst es in der Mitteilung.

Björn sieht da mehrere Möglichkeiten. “Unsere Leute beraten sich mit unseren Nachbarn in den nordischen Ländern und in Grossbritannien darüber, welcher Weg am besten wäre. Eine der Optionen besetht darin, das ganze Schiff zu heben. Aber ich hörte von Experten dass das vielleicht nicht der vernünftigste Weg ist. Eine andere Option ist die Verschrottung des Schiffes.” erklärte Björn.

Das britische Dampfschiff El Grillo hatte an jenem 10. Februar 1044 in Seyðisgfjörður vor Anker gelegen, nicht nur mit einem Grossvorrat an Öl, sondern auch mit Waffen und Munition beladen. Die El Grillo wurde von drei Kampfjets der deutschen Luftwaffe angegriffen und schwer beschädigt. Der Kapitän entschied daraufhin, das Schiff zu versenken, um es und andere Schiffe im Fjord nicht zum Ziel weiterer Attacken zu machen.

 

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts