Obdachlosenheime in Reykjavík am Limit Skip to content
Reykjavík pond
Photo: Hallgrímskirkja Fríkirkjan Tjörnin.

Obdachlosenheime in Reykjavík am Limit

In einem Interview mit RÚV hat die Krankenschwester und Leiterin des Reykjavíker Obdachlosenheims, Hrafnhildur Ólöf Ólafsdóttir, die vermehrte Nutzung der Heime in den vergangenen zwei Jahren dafür verantwortlich gemacht, dass das System nicht länger mit der Nachfrage nach Unterkünften für Wohnungslose mithalten könne.

Letzten Informationen des Wohlfahrtsausschusses zufolge sind zur Zeit 87 Frauen und 214 Männer in Reykjavík ohne Behausung. Aus dieser Gruppe nutzen 30 Prozent die Notunterkünfte, weitere 50 Prozent übernachten in längerfristigen Einrichtungen.
Hrafnhildur sagte RÚV gegenüber, die Krise habe viele Ursachen: „Sie hängt mit vielen Faktoren zusammen, vor allem dem Immobilien- und Mietmarkt, vermindertem Zugang zu Gästehäusern, Hotels und Hostels, auf die wir während der Pandemie zugreifen konnten.“
Die Obdachlosenheime in Reykjavík befinden sich jetzt permanent am oder über dem Limit, im Vergleich zu 2021, als die Auslastung der Heime bei 60-80 Prozent lag, und in 2020, als sie zu 30 bis 50 Prozent ausgelastet waren.

Erschwerend kommt hinzu, dass etwa ein Drittel der Obdachlosen in der Hauptstadt aus anderen Gemeinden stammt. “Es ist ja nicht so dass die Leute sich aussuchen, nach Reykjavík zu kommen,“ sagt Hrafnhildur. „Wir sind nur die einzige Gemeinde, die diese Leistung anbietet.“ Sie findet, dass anderswo ebenfalls Lösungen entwickelt und zugängig gemacht werden müssten.

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