Neue Siedlung im Wasserschutzgebiet geplant Skip to content
Photo: Gunnarshólm. Screenshot RÚV.

Neue Siedlung im Wasserschutzgebiet geplant

In einem Wasserschutzgebiet vor den Toren Reykjavíks soll eine neue Siedlung mit 5000 Wohnungen entstehen. Das Gelände auf dem Hof Gunnarshólm liegt bis zum Jahr 2040 weit außerhalb der städtischen Bebauungsgrenze, berichtet RÚV.

Wohnzentrum für ältere Menschen
Für den Wohnungsbau auf der Länderei zwischen Sandskeið und Rauðavatn liegt dem Stadtrat von Kópavogur bereits eine Absichtserklärung vor, allerdings stehen die Planer vor zwei Problemen: Gunnarshólm liegt mitten in einem Wasserschutzgebiet, welches die Hauptstadt mit Trinkwasser versorgt, zudem liegt es laut Regionalplanung weit ausserhalb der aktuellen Bebauungsgrenze.

Auf dem Gelände soll eine Siedlung für Menschen ab 60 Jahren entstehen, vorgesehen sind Wohnungen, Pflegeeinrichtungen, ein Gesundheitszentrum und ein Innovationszentrum. In einer Ankündigung hiess es, dass es einer grossen Anstrengung bedürfe, Einrichtungen und Dienstleistungen für ältere Menschen zu schaffen. In den kommenden 15 Jahren werde etwa die Zahl der Isländer über 65 Jahre um 70 Prozent steigen. Mit Umsetzung des Bauvorhabens würde die Bevölkerung des Ortes Kópavogur um 7500 Personen steigen.

Allerdings müssten nicht nur wegen seiner Lage mitten im Wasserschutzgebiet, sondern auch ausserhalb der vorgesehenen Bebauungsgrenzen Änderungen im Regionalplan vorgenommen werden, der bis zum Jahr 2040 gültig ist.  Der Gewässerschutz werde in keinster Weise beinträchtigt, heisst es in der Ankündigung. Die Absichtserklärung soll in der Stadtratssitzung am 13. Februar besprochen werden.

Landhunger für Freizeitaktivität
Nicht nur der Wohnungsbau zeigt Landhunger, auch Freizeitaktivitäten benötigen Flächen. So verlangt der Golfclub Keilir in Hafnarfjörður, dass die Stadt bei der erneuten Prüfung des Flächenplanes Platz für einen 27 Loch grossen Golfplatz reserviere, berichtet Heimildin.

Golf ist in Island ein beliebter Volkssport. Nach Angaben des Clubs hätten alle Golfvereine des Hauptstadtbereichs lange Wartelisten. Allein bei Keilir mit seinen zwei Golfplätzen seien 1650 Mitglieder registriert, und 200 stünden auf der Warteliste. Der Golfclub Setberg, wo viele Einwohner aus Hafnarfjörður Mitglied seien, werde seinen Platz in Garðabær an ein geplantes Baugebiet verlieren.
Man sei sich bewusst, dass der Golfsport eine flächenintensive Sportart sei, so Keilir-Geschäftsführer Ólafur Þór Ágústsson. Er hält es aber für erstrebenswert für Gemeinden, einen tollen Golfplatz zu haben, das sei schliesslich in den besten Gemeinden der Welt der Fall, und dies gehöre zu der Art von Infrastruktur, die Leute sich wünschen.

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