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COVID-19 Iceland
Photo: Blaðamannafundur Covid-19 Corona Flensa Blaðamannafundur Covid-19 Corona Flensa Almannavarnir Ríkislögreglustjóri.

Neue App zur COVID-Rückverfolgung in Vorbereitung

Die isländischen Behörden sind gerade dabei, eine App zu schaffen, die dabei helfen soll, COVID-Fälle rückzuverfolgen, berichtet RÚV.
Sobald die App zur Verfügung steht, würden alle Bewohner im Lande gebeten werden, diese App auf ihrem Mobiltelefon zu installieren. Im Fall einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus hat die App Daten gesammelt, die es erleichtern, Personen zu identifizieren, mit denen der Neuangesteckte vor seiner Infektion in Kontakt gewesen ist. Die App soll Anfang kommender Woche verfügbar sein.
Die Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt von Zivilschutz und Gesundheitsamt.

Zivilschutzleiter Víðir Reynisson sagte, die App helfe, die Rückverfolgung zu beschleunigen. Sie ersetze nicht das Rückverfolgungsteam, welches auch weiterhin mit Neuinfizierten sprechen wird, um deren Kontakte aufzuzeichnen

Víðir zufolge gehören die durch die App gesammelten Daten dem Gesundheitsamt, sie unterliegen demselben Datenschutz wie alle anderen personengebundenen Daten im Gesundheitswesen.
Dennoch müssen Appnutzer beim Herunterladen eine Erlaubnis erteilen, sowie eine weitere Erlaubnis dafür geben, dass die Behörden die Daten benutzen können, falls der Infektionsfall eintritt und eine Rückverfolgung notwendig wird. Die Daten werden gelöscht, sobald die Rückverfolgung erfolgreich war.
Eine ähnliche Software ist in Südkorea und in Singapur entwickelt worden.

Hólmar Örn Finsson, ein Datenschutzexperte beim Gesundheitsamt, sagte Vísir, die Öffentlichkeit müsse sich keine Sorgen darüber machen, dass ihre Daten missbraucht würden.
“Ich möchte darauf hinweisen, dass wir Sicherheitsexperten mit im Boot haben. Deshalb haben wir das auf die doppelte Erlaubnis aufgebaut. Sie stimmen zu, die App herunterzuladen. Und wenn wir die Daten von Ihnen benötigen, müssen Sie ihre Zustimmung geben, diese Daten zu teilen. Nur dann werden sie mit dem Rückverfolgungsteam des Gesundheitsamtes geteilt”, erklärte Hólmar. Die Daten würden auch nur eine kurze Zeit gespeichert, vermutlich ein paar Wochen lang.
“Niemand sollte in der Lage sein, an diese Daten besser ranzukommen als an andere Daten auf Ihrem Telefon.”

Eine effektive Rückverfolgung und Quarantänemassnahmen für solche, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt waren, haben sich als effektive Werkzeuge erwiesen, um die Ausbreitung der COVID-19 Seuche in Island zu hemmen. Etwa die Hälfte derer, bei denen eine Ansteckung bestätigt wurde, befand sich bereits in Quarantäne, als das positive Testergebnis kam.

 

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