MAST reicht Blutstutenuntersuchung an die Polizei weiter Skip to content

MAST reicht Blutstutenuntersuchung an die Polizei weiter

Die isländische Veterinäraufsichtsbehörde MAST hat einer Mitteilung auf der Webseite zufolge die Untersuchung von mit versteckter Kamera gefilmten tierquälerischen Vorfällen bei der Blutgewinnung aus Blutstuten an die Polizei übergeben.
Die Behördenleiterin gab RÚV gegenüber an, MAST sei mit der Untersuchung nicht weiter gekommen, weil die Behörde das ungeschnittene Filmmaterial nicht erhalten habe, daher müsse nun die Polizei übernehmen.
Die Misshandlungen von Blutstuten bei der Blutgewinnung, die in einem im November von Schweizer Tierschutzorganisationen veröffentlichten Video zu sehen sind, hatten im In- und Ausland für heftige Reaktionen gesorgt.
Die leitende Tierärztin bei MAST, Sigurborg Daðadóttir, bestätigte, ihre Behörde habe das Video intensiv geprüft und Informationen zu den Aufnahmetagen erhalten. “Da konnten wir wissen, wo das aufgenommen wurden und was für Personen da vor Ort waren. Auch wenn sie in dem Video nicht namentlich genannt wurden,” erklärte Sigurborg.

Einschätzung an Polizei übersandt
Im Rahmen der Untersuchung hat MAST von den ermittelten Personen Erklärungen erbeten, eine Zusammenfassung erstellt und eine Einschätzung an die Polizei übersandt, zu deren Inhalt Sigurborg sich jedoch nicht äussern wollte.
“Das wichtigste Ergebnis ist, dass wir mit der Untersuchung nicht weiterkommen. Wir können diese Angelegenheit nicht abschliessen, weil wir nicht über das ungeschnittene Video verfügen, wir haben das nicht ausgehändigt bekommen. Es ist schwierig, auf geschnittene Videos aufzubauen, weil man mit Schnitt alles mögliche veranstalten kann, wie wir das aus Kinofilmen kennen.”

Auf Nachfrage von RÚV, ob nicht offensichtlich sei, was in den Aufnahmen passiere, antwortete Sigurborg,”Ja, aber es fehlt, wie lange das war, werden da die gleichen Sachen immer wieder gezeigt, es ist so schwierig, das auf einem geschnittenen Video zu erkennen, und das ist von Belang, wenn es um die Schwere des Vergehens geht.”
Auf die Frage, ob es sich nicht trotz allem eher um ein schweres Vergehen handle, was man in dem Video sehe, gab die Tierärztin an, “Wir können das nicht basierend auf diesem geschnittenen Video beurteilen, daher muss für die Schwere des Vergehens das ungeschnittene Video her.”

Die Tierschutzverbände AWF und TSB hatten Anfang Dezember in einem offenen Brief an Behörden und Presse mitgeteilt, man werde das ungeschnittene Material aus Personenschutzgründen nicht an MAST übergeben (die Personen im Video sind unkenntlich gemacht). Sollte jedoch die Staatsanwaltschaft in dem Fall ermitteln, seien AWF und TSB bereit zur Zusammenarbeit.
Mehr zum Thema Blutstuten.

 

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