Massenkündigung in der Notaufnahme der Uniklink Skip to content
landspítali hospital
Photo: Landspítali/Facebook.

Massenkündigung in der Notaufnahme der Uniklink

Vierzehn Krankenschwestern der Notaufnahme haben vorgestern ihren letzten Dienst an der Unversitätsklinik Landspítali absolviert, berichtet RÚV. Ihr Weggang sei „ein Grund zur Sorge“, gab Klinikleiter Runólfur Pálsson an. Er sei jedoch zuversichtlich, dass es Licht am Horizont gebe.

Im Gespräch mit RÚV erklärte Soffía Steingrímsdóttir, eine der Krankenschwestern, die seit acht Jahren in der Klinik beschäftigt gewesen war, warum sie und 13 weitere Kollegen entschieden häten, ihren Job an den Nagel zu hängen:
„Das war ja schon lange absehbar. Wir haben seit Jahren versucht, Aufmerksamkeit für die stressigen Arbeitsbedingungen zu bekommen, und für die bedrohte Sicherheit unserer Patienten. Vor allen Dingen in den vergangenen zwei Jahren, als die Bedingungen inakzeptabel waren.“
Soffía zufolge sind die 14 Krankenschwestern nicht leicht zu ersetzen, denn Erfahrung und Kompetenz kann man nur über die Jahre erwerben. Im kommenden Monat stehen weitere Kündigungen an.

Teufelskreis durchbrechen
Runólfer Pálsson sagte RÚV gegenüber, die Klinikverwaltung werde alles in ihrer Macht stehende tun, um den Trend abzuwenden. „Die Arbeitsbedingungen sind extrem schwierig. Es gibt viel Stress, was die Leute aufgeben lässt, was zu Personalmangel führt, was die Bedingungen dann weiter erschwert. Das ist ein Teufelskreis, den wir zu durchbrechen versuchen.“

Er hoffe auf Unterbringungsmöglichkeiten für Patienten, die ihre Klinikbehandlung abgeschlossen haben, aber wegen einer Behinderung noch nicht entlassen werden können. Das würde die Belastung mindern. Man warte auf Kranken- und Rehabilitationszimmer, die für den September auf dem Programm stehen und hege grosse Erwartungen für diese neuen Zimmer, weil sie die Last der Notaufnahme minderten.

Soffía sagt, die Krankenschwestern seien traurig und enttäuscht, dass auf die Kündigungen nicht mit Massnahmen reagiert worden sei. „Ich hoffe doch sehr, dass ich nicht meine letzte Schicht in der Notaufnahme gearbeitet habe, dass ich zurückkehren werde, wenn es akzeptable Arbeitsbedingungen gibt.“

 

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