Letzter Zeitgenosse des Dichters Einar Ben verstorben Skip to content
Photo: Wikimedia. Strandarkirkja.

Letzter Zeitgenosse des Dichters Einar Ben verstorben

Der Landwirt Þórarinn Snorrason auf Vogsós in Selvogur an der Südküste der Halbinsel Reykjanes ist im Alter von 92 Jahren nach einer Oberschenkelhalsfraktur im Krankenhaus verstorben. Bis zuletzt hatte er sich daheim um seine Schafe gekümmert.

Þórarinn war der letzte Bürgermeister der Gemeinde Selvogshreppur, bevor diese im Jahr 1989 mit Ölfus zusammengelegt wurde. Er war bekannt als Wohltäter der Strandarkirkja und ist dort als Glockenwart und Küster tätig gewesen. Seine in Deutschland geborene Ehefrau Johanna starb in 2018. Johanna war im Jahr 1952 nicht alleine nach Island gekommen, sondern mit ihren Eltern und Geschwistern. Ihr Grossvater, ein Pastor, war des Isländischen mächtig gewesen und hatte das Psalmenbuch von Hallgrímur Helgason ins Deutsche übersetzt. Jóhannas Vater ergriff die Gelegenheit zum Umzug nach Island beim Schopf, als in Mósfellsbær ein Gutsverwalter gesucht wurde.
Das deutsch-isländische Paar baute den Schafhof in Vogsós auf. Johanna pflanzte dort die ersten Bäume und bewies ihren Zeitgenossen, dass man in der wilden Lavalandschaft des Südwestens durchaus einen Ziergarten betreiben kann.

Þórarinn ist auch einer der Letzten, der Islands Volksdichter Einar Benediktsson getroffen hat. Er konnte sich an dessen Besuche auf dem elterlichen Hof erinnern, und an den Transport des Verstorbenen durch das weitgehend strassenlose Gelände.
Einar Ben hatte seine letzten Jahre mit seiner Lebensgefährtin Hlín Jónsdóttir auf Herdísarvík verbracht.

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