Langwelle geht in Rente: Sendemast in Eiðar wird abgebaut Skip to content
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Photo: long wave mast in Eiðar. Wikipedia.

Langwelle geht in Rente: Sendemast in Eiðar wird abgebaut

Der Langwellensendemast in Eiðar, Islands dritthöchstes Bauwerk, wird morgen gefällt. Im kommenden Jahr sollen alle Sendungen der nationalen Sendeanstalt RÚV auf Langwelle eingestellt und auf das UKW-System FM umgestellt werden. Das gilt auch für Übertragungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit.

Der Kurzwellenbereich im Osten des Landes war bereits ausgebaut worden, RÚV nimmt aber auch weiterhin Hinweise auf Verbesserungsbedarf entgegen.
Die Beseitigung des Sendemastes verläuft ganz einfach – er wird durchgesägt und fällt um. Natürlich befinden sich Bauexperten und die Polizei vor Ort, wenn es soweit ist.
Unter anderem waren es Anforderungen der Flugsicherheit und eine zu grosse Nähe zum Flughafen in Egilsstaðir, die dem Sendemast zum Verhängnis wurden, erklärte der technische Leiter bei RÚV, Bragi Reynisson.

Gestern hat nun der Sendemast seine fast 25-jährige Geschichte beendet. Im Jahr 1996 war er errichtet worden, und mit 220 Metern das dritthöchste Bauwerk der Insel. Nur der Sendemast der US-Armee in Grindavík ist 305 Meter hoch, der RÚV-Sendemast bei Gúfuskálar auf der Halbinsel Snæfellsnes misst sogar 412 Meter. Letzterer war 1963 zunächst als Ortungsmast der Briten und Amerikaner errichtet und 1997 in einen Langwellensendemast umgewandelt worden.
Im kommenden Jahr soll dann auch der Gúfuskálar Mast beseitigt und die Langwellenübertragung ganz abgeschaltet werden. Inzwischen gibt es nämlich kaum noch Langwellenempfänger, und der Betrieb des ganzen Systems ist sehr teuer. Man wolle das Geld lieber in den Ausbau des UKW-Systems stecken. Der Rundfunksender Rás2 soll dann auch als Sicherheitssender dienen.

Die UKW Reichweite konnte in sämtliche ganzjährig bewohnten Regionen und entlang der gesamten Ringstrasse ausgebaut werden und erreicht auch die allermeisten touristischen Standorte. Einige ganz wenige Orte befänden ausserhalb der Reichweite, dort müsse man sich leider mit anderen Lösungen wie Satellitentelefonoder ähnlichem behelfen, erklärt Bragi.

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