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Lange Wartezeiten für psychiatrische Behandlungen

Die Nachfrage und der Bedarf an psychiatrischer Versorgung steigt in Island alljährlich an. Wartezeiten für Behandlungen sind viel zu lang und stehen nicht im Einklang mit den Zielen der Regierung, hat eine neue Studie des isländischen Rechnungshofes nun herausgestellt. Der Studie zufolge müssten psychiatrische Dienstleistungen besser koordiniert werden, damit weniger Menschen durch das Raster des Systems fallen.
„Die Grauzonen, wo Personen zwischen den Diensten landen und keine angemessene Versorgung erhalten, muss beseitigt werden,“ heisst es in dem Report. „Viele dieser Grauzonen sind bekannt, doch Versuche, sie zu beseitigen, snd bislang erfolgslos geblieben.“

Personalmangel eine Säule des Problems
Eine der Herausforderungen, auf die der Report hinweist, ist die Notwendigkeit, eine ausreichende Versorgung mit qualifiziertem Personal in den psychiatrischen Diensten sicherzustellen – ein Problem, das man mit der Überprüfung von Löhnen, Arbeitsbedingungen und der Wohnungssituation angehen müsse. Dem Bericht zufolge ist die Sicherstellung von Studienprogrammen und die Möglichkeit, sich mit einem Wohnsitz vor Ort niederzulassen der Schlüssel, um dem Mangel in psychiatrischen Versorgungsberufen entgegenzuwirken.

Gleicher Zugang für alle
Wenn man sicherzustellen will, dass Menschen gleichberechtigten und zeitnahen Zugang zu psychosozialen Diensten haben, sind Verbesserungen erforderlich. Die Autoren der Studie schlagen vor, solche Probleme anzugehen, indem vertragliche Vereinbarungen mit selbstständigen Psychiatern und Psychologen geschlossen werden, und indem man sicherstellt, dass Dienstleistungen auch in anderen Sprachen als Isländisch für Hilfesuchende verfügbar sind.

Der nationale Rechnungshof weist darauf hin, dass viele Psychiatrieteams zur Zeit innerhalb des Gesundheitswesens nur vorübergehend finanziert werden. Eine dauerhafte Finanzierung würde sicherstellen, dass sie ihre Arbeit fortsetzen könnten. Die Finanzierung eines Vertreters der Sozialdienste hingegen würde dazu beitragen, die Gesundheits- und Sozialdienste besser zu koordinieren.

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