Küstenwächter sass 12 Tage in Radarstation fest Skip to content

Küstenwächter sass 12 Tage in Radarstation fest

Ein Mitarbeiter der isländischen Küstenwache hat während des grossen Adventsturms im Dezember letzten Jahres für 12 Tage in einer Radarstation bei Langanes in Nordostisland festgesessen, berichtet Vísir.

Halldór Halldórsson ist verantwortlich für die Radarstation am Gunnólfsvíkurfjall, eine der vier Radarstationen, die die isländische Küstenwache für die NATO in Island betreibt.

Wenn viel Schnee liegt, so sagt Halldór, machten sich die Mitarbeiter mit Schneeschlitten auf den Weg zum Berg, ansonsten fahre man mit dem Auto.

Diesmal habe er jedoch länger dort oben bleiben müssen als gedacht. Am 9. Dezember hatte er sich auf den Weg gemacht, und erst am 21. Dezember, also 12 Tage später, konnte er die Radarstation wieder verlassen.

Da war so schlechtes Wetter, man konnte so gerade mal die Nase zur Tür raus stecken,” erzählt Halldór. Immerhin habe er stets eine gute Telefonverbindung gehabt, und auch die Verpflegung sei sehr gut gewesen.

Ich hab halt gearbeitet – es gab keinen Strom, und wir haben einen Dieselgenerator betrieben, um das Radar mit Strom zu versorgen.” Normalerweise sei die Dienstzeit von acht Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag.

Dort oben auf dem Berg sei es sehr stürmisch gewesen, meist um die 198 km/h (55 m/s), die heftigsten Orkanböen hätten jedoch um die 250 km/h (70 m/s) gelegen. Wie die Küstenwache in einem Facebookbeitrag schreibt, seien die Mitarbeiter der Behörde solche Windstärken durchaus gewöhnt.
“Wir haben dort schon starken Wind erlebt, das ist nicht das erste Mal, dass die Windmessanlage solch Werte abgibt,” sagt auch Halldór. Es sei jedoch die längste Unwetterlage gewesen, die die Radarstation über sich habe ergehen lassen müssen. Es komme auch durchaus vor, dass ein Mitarbeiter wetterbedingt mal eine Nacht dort bleiben müsse, doch diese 12 Nächte seien die längste Verweildauer gewesen.

Es sei doch nett gewesen, am Ende endlich wieder vom Berg zu kommen – 12 Tage nachdem er zum Dienst gefahren war. Doch danach sei gleich der nächste unfreiwillige Aufenthalt gekommen. Wir haben wieder dort übernachtet,” sagt Halldór, “das war kein Problem.”

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