Küstenwache hat zuwenig Piloten um Hubschrauber zu bemannen Skip to content

Küstenwache hat zuwenig Piloten um Hubschrauber zu bemannen

Ein Drittel des Jahres hat die isländische Küstenwache nur eine Hubschraubermannschaft zur Verfügung, um Einsätze zu fliegen, berichtet RÚV. Gestern Morgen konnte der Hubschrauber für einen Unfalleinsatz nicht bemannt werden, weil sich Mannschaftsmitglieder krank gemeldet waren. Justizminister Jón Gunnarsson nannte die Lage inakzeptabel. Er will mehr Hubschrauberpiloten einstellen.

Ein oder zwei Teams im Einsatz
Gegen 11 Uhr gestern Morgen hatte sich unterhalb des Bergzugs der Eyjafjöll ein Verkehrsunfall ereignet, bei der eine Person schwer verletzt wurde. Weil es keine Hubschraubermannschaft gab, musste der Verletzte per Krankenwagen in die Universitätsklinik nach Reykjavík transportiert werden, eine Fahrt die eineinhalb Stunden länger dauerte als mit dem Hubschrauber.
Ásgeir Erlendsson, der Pressesprecher der Küstenwache, erklärte, zwei Drittel des Jahres verfüge die Küstenwache über zwei Einsatzteams in Bereitschaft, aber die restlichen drei Monate sei nur eine Mannschaft verfügbar. In der Vergangenheit waren Krankheitsfälle oder andere Ausfälle dergestalt gelöst worden, dass man ein Crewmitglied der anderen Mannschaften zum Dienst gerufen habe. Das sei jedoch gestern nicht möglich gewesen.

Minister will mehr Piloten einstellen
Die gestrige Situation sei nicht akzeptabel, sagte Justizminister Jón Gunnarsson Journalisten gegenüber. “Solche Vorfälle sollte nicht passieren, und wir werden alles versuchen, um zu verhindern, dass das wieder passiert.” sagte er. Der Haushalt sehe mehr Geld für die Küstenwache vor, sodass die Schichten von sechs auf sieben erhöht werden könnten. Auch die Hubschrauberflotte war im letzten Jahr von fünf auf sechs Maschinen erweitert worden. “Es ist kein Geheimnis, dass wir mit mehr Mannschaften auch die Einsatzkapazitäten erweitern könnten,” sagte Ásgeir.
Die Piloten der Küstenwache arbeiten seit zweieinhalb Jahren ohne gültigen Tarifvertrag. Ihrer Ansicht nach beinträchtige es die Flugsicherheit, wenn man die Forderungen des Finanzministers einhalten würde. Das Ministerium hat diese Vorwürfe zurückgewiesen. Das gestrige Einsatzproblem hat jedoch nichts mit der Tarifauseinandersetzung zu tun.

 

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