Krabben aus dem 3D-Drucker: Projekt gegen Nahrungsmittelverschwendung Skip to content
Photo: Screenshot RÚV.

Krabben aus dem 3D-Drucker: Projekt gegen Nahrungsmittelverschwendung

Bei MATÍS ist kürzlich ein 3D-Speisedrucker in Betrieb gegangen. Das in Spanien hergestellte Gerät war dem staatseigenen Betrieb für Innovation, Lebensmittelsicherheit und Biotechnologie übergeben worden, zuvor war es in einem Sterne-Restaurant in Barcelona im Einsatz gewesen, berichtet RÚV. Der Drucker soll unter anderem dabei helfen, Wege aus der Lebensmittelverschwendung zu finden und Reste besser zu verwerten. Dazu werden die Reste zu einem Püree zerkleinert, in eine Druckhülse gefüllt, und das Gerät druckt dann Püreemuster in allen Formen und Varianten.

“Wir leiten ein europäisches Projekt mit dem Namen Future Kitchen, bei dem Videos von technischen Neuheiten und Innovationen auf dem Lebensmittelgebiet hergestellt werden, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Zukunft verhelfen sollen,” erklärt Rakel Halldórsdóttir, eine Expertin bei dem Projekt.
Im neusten Video ist also ein 3D-Drucker der Hauptdarsteller. Im Sterne-Restaurant in Barcelona, wo er zuvor im Einsatz gewesen war, hatte man viel Wert auf die Nutzung der hochwertigen Lebensmittel gelegt, unter anderem Fischhaut und Knochen.
“Und da stellen wir ein Püree her aus den Abfällen und aus Lebensmitteln, die nicht mehr so schön für das Auge sind, wie Schälabfall und ähnliches, was aber immer noch nährreich und wohlschmeckend ist, das wird alles püriert, in den Drucker gesetzt, und der druckt etwas Hübsches daraus,” erklärt Rakel.
Im Video kann man mitverfolgen, wie sowas aussieht.

Man geht davon aus dass etwa 20 Prozent aller in Europa hergestellten Nahrungsmittel weggeworfen werden.
“Wenn wir uns die Nachhaltigkeitsziele der UN bis zum Jahr 2030 anschauen, dann müssen wir Lebensmittel besser verwerten, weniger wegwerfen, und wir versuchen, Wege dafür zu finden.” Der Drucker sei ein gutes Hilfsmittel, weil er die Speisen appetitlich gestaltet. In dem Sterne-Restaurant in Barcelona habe er gute Dienste geleistet.

Bislang sind solche Drucker nur in Restaurants und Grossküchen im Einsatz und für Privatpersonen noch zu teuer. Aber eines Tages, so träumt Projektleiterin Justine Vanhalst, will sie sich auch so ein Gerät zulegen.

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