Kinotickets erreichen neue Höchstpreise Skip to content
People sitting in a cinema, eating popcorn.
Photo: Golli. .

Kinotickets erreichen neue Höchstpreise

Eintrittskarten fürs Kino haben in Island inzwischen die 2000 ISK Grenze durchbrochen (13,14 EUR). Vísir sprach mit Kinogängern, die die Preise als drastisch bezeichneten, und das trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land.
Noch gar nicht lange her ist es – im April 2008, kurz vor dem Bankencrash – dass ein Kinoticket zum ersten Mal die 1000 ISK (6,57 EUR) Grenze durchbrochen hatte. Schon damals äusserten Kinogänger sich empört:
“Der Preis für eine Kinokarte war meiner Meinung nach schockierend hoch – aber jetzt ist ist es noch teurer geworden, der Preis hat 1000 Kronen erreicht, und dann musst du noch Popcorn, Coke und Süssigkeiten kaufen,” schrieb damals ein Kommentator.

Heute, 14 Jahre später, liegt der Preis in den Kinohäusern Sambíó, Háskólabíó und Smárabíó nun bei 2045 Kronen. In anderen Kinos zahlt man knapp unter 2000 ISK. Wie schon vor 14 Jahren sind auch heute die Kinofreunde im Kringlan Einkaufszentrum alles andere als glücklich damit.
Alfreð Ásberg Árnason vom Kino Sambíó hingegen ist der Ansicht, eine Eintrittskarte ins Kino sei in Island immer noch die billigste Art und Weise, sich zwei Stunden lang zu amüsieren. Der Preisanstieg könne nicht mit anderen Preiserhöhungen verglichen werden.

Neue Höchstpreise für Snacks und Getränke
Vísir hat eine Preisliste für beliebte Snacks und Getränke zusammengestellt, denmnach kostet ein Hotdog bei Bæjarins Beztu inzwischen 600 ISK (3.95 EUR) (der Preis hatte sich seit der letzten Saison stark erhöht), im Eissalon Ísbúð Vesturbæjar kostet ein beliebtes gequirltes Eis mit Süssigkeiten 1,550 ISK (10.18 EUR), und für einen doppelten Cappuccino im Kaffeehaus Te & Kaffi darf man 835 ISK (5.50 EUR) hinlegen. Ein Bier bekommt man nicht mehr unter 1450 ISK (9,55 EUR), das ist doppelt so teuer wie ein halber Liter Tuborg in einer dänischen Kneipe.

Das Statistische Amt hatte am vergangenen Donnerstag die neusten Inflationszahlen veröffentlicht, und auch Landsbankinn prognostiziert einen weiteren Anstieg der Inflation auf 9,6 Prozent, bevor sie im Januar wieder sinken soll. Die Teuerung bekommt der Verbraucher jetzt in der Vorweihnachtszeit schmerzlich zu spüren.
“Ich kann nicht mal Weihnachtsgeschenke für meine Mutter kaufen,” klagt Magnús Ingi Halldórsson, ein junger Angestellter im Einkaufszentrum Kringlan Vísir gegenüber.

 

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