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Kein Geld für neue Ehemänner

Die isländische Regierung zahlt ausländischen Männern regelmäßig Geld, wenn sie eine Frau heiraten? Eigentlich sollte jedem Leser einer solchen Nachricht klar sein, dass es sich dabei nur um einen schlechten Scherz handeln kann. Doch dutzende interessierter Heiratswilliger nahmen diesbezüglich Kontakt zum Außenministerium auf, wie mbl.is letzte Woche berichtete.

In einer Geschichte auf der Internetseite thespiritwhispers.com wurde behauptet, die isländischen Behörden zahlten Männern ungefähr EUR 4,500 pro Monat, wenn sie Isländerinnen heirateten. Nordafrikaner sollten dabei Vorrang haben. Als Grund für das generöse Angebot wurde Männermangel in Isand angegeben.

Am Ende der Geschichte konnten Leser Kommentare abgeben. Viele taten dies, und die Story ist die am meisten Gelesene der Seite.

An der Geschichte ist nichts Wahres, nicht einmal, dass es in Island an Männern mangele. Wer auch immer die Geschichte schrieb, er recherchierte schlecht, und auch in Sachen Rechtschreibung zeigte er sich nicht recht bewandert, wurde die Geschichte doch in gebrochenem Englisch verfasst.

Nach Informationen des Außenministeriums gingen in der Angelegenheit 30 bis 40 Anfragen ein. Alle wurden mit der kurzen Nachricht beantwortet, dass absolut nichts Stichhaltiges daran sei.

Die Dänische Botschaft in Ägypten, die dort für isländische Fragen zuständig ist, bekräftigte auf ihrer Facebookseite ebenfalls, dass der Artikel weder Hand noch Fuß habe.

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