Kanadisches Unternehmen will "Öko-Gold" in Island schürfen Skip to content
Vopnafjörður
Photo: Hellisheiði Eystri.

Kanadisches Unternehmen will “Öko-Gold” in Island schürfen

Roboter und geothermale Energie sollen einem kanadischen Unternehmen helfen, “ökofreundliches” Gold in Island zu schürfen, berichtet Mining Weekly. Das Unternehmen St-Georges Eco-Mining, welches sich kürzlich alle nötigen isländischen Mineralschürfrechte gesichert hatte, prüft derzeit an mehreren Orten in Island die Möglichkeit, Gold zu schürfen, darunter auch im Þormóðsdalur etwa 20 Kilometer ausserhalb von Reykjavík.
“Wir werden Wert darauf legen, das ökofreundlichste und sozialverträglichste Gold der Welt zu schürfen,” kündigte St-Georges Chef Vilhjálmur Þór Vilhjálmsson in einem Interview über die Pläne seines Unternehmens an. “Wir sehen voraus dass unser Gold sich zum Höchstpreis verkaufen wird.”

Jahre der Erforschung vonnöten
Erst mal muss jedoch herausgefunden werden, ob Islands Goldrourcen überhaupt gross und konzentriert genug sind, um geschürft zu werden. Vilhjálmur zufolge wird St-Georges in den kommenden Jahren 500 Mio ISK (3,1 Mio EUR) in die Erforschung investieren. Der Geschäftsführer des kanadischen Unternehmens gibt an, dass der gesamte Schürfbetrieb minimalinvasiv erfolge werde.
“In unserer Ideologie geht es darum, minimale Störungen im Erdreich zu verursachen,” erklärte er. “Im Þormóðsdalur wird man kaum etwas sehen, wenn das Schürfen beginnt.” Das Unternehmen will alle Materialien nutzen, die dem Boden während des Schürfvorgangss entnommen werden. Nach Entnahme des Goldes soll das verbleibende Material für die Produktion von Baustoffen und Beton verwendet werden.

Kanadisches Unternehmen hält sämtliche Schürfrechte in Island
In einer Pressemitteilung kündigte St-Georges im vergangenen Monat an, dass man alle nötigen Schürfrechte in Island erhalten habe. Damit hat das kanadische Unternehmen die volle Kontrolle über alle Abbaurechte in Island. Dies mache St-Georges zu “einzigen Junior Explorationsunternehmen, welches alle Mineralrechte in einem westlichen Land besitze.” heisst es in der Pressemitteilung. Neben den Schürfrechten für Gold hält das Unternehmen auch die Rechte für den Abbau von Silber und Kupfer.

St-Georges hat “direkte und indirekte Kontrolle über alle ausgegebenen und in Bearbeitung befindlichen Schürfrechte in Island”, wobei es um ein Gebiet von 4600 Quadratkilometern an Orten im ganzen Land geht, darunter Vopnafjörður, das Öxnadalur, und das Þormóðsdalur. Letzteres Tal hat bereits eine Gold-rush Geschichte: der Dichter und Geschäftsmann Einar Benediktsson hatte dort einst eine Goldader gefunden, die zwischen 1908 und 1925 abgebaut worden war.

Grant Sporre, ein Experte für Metalle und deren Abbau bei Bloomberg Intelligence, ist eher skeptisch, dass St-Georges isländisches Gold besonders teuer verkaufen könne, weil es keinen universalen Standard dafür gebe, was “grünes Gold” eigentlich ist.

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