Junger Umweltschützer kritisiert Premierministerin für ihre COP26 Rede Skip to content
Katrín Jakobsdóttir climate conference Glasgow COP26
Photo: Katrín Jakobsdóttir / Facebook.

Junger Umweltschützer kritisiert Premierministerin für ihre COP26 Rede

Der Klimarepräsentant der isländischen Jugendumweltorganisation Ungir Umhverfisssinnar, Finnur Ricart, sagte dem Fréttablaðið, er sei sehr enttäuscht von der Grundsatzrede der isländischen Premierministerin Katrín Jakobsdóttir, die diese bei der COP26 Klimakonferenz in Glasgow gehalten hatte. Er kritisiert die isländische Regierung dafür, keinen Klimanotfall erklären zu wollen, wie es die Aktivisten schon lange fordern. Finnur ist ausserdem der Meinung, dass die Massnahmen, die Katrín für den Kampf gegen den Klimawandel vorgestellt hatte, nicht weit genug gehen, trotz der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die sie selbst zitierte.

In ihrer Rede hatte Katrín ausgeführt, die wissenschaftlichen Daten zum Klimawandel seien überzeugender als je zuvor. Das Pariser Abkommen reiche nicht aus, um auf den Klimawandel zu reagieren. Obwohl Island Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel gemacht habe, gebe es immer noch Spielraum für Verbesserungen, etwa bei der Nutzung erneuerbarer Energien im Schiffs- und Flugverkehr. Junge Menschen forderten Aktion, und “wir müssen auf sie hören.”

Finnur hingegen hat überhaupt nicht das Gefühl, von isländischen Behörden gehört zu werden. “Ich bin ziemlich wütend, um ehrlich zu sein. Die Premierministerin erwähnte am Anfang ihrer Rede, dass die wissenschaftliche Datenlage klarer als je zuvor sei, und dass wir erleben, wie sich auf der ganzen Welt ein Notstand entwickelt. Trotzdem will die Regierung immer noch keinen Klimanotstand in Island ausrufen, und die Ziele, die Katrín gleich danach vorstellte, sind im Bezug auf die Daten, auf die sie sich bezieht, absolut unbefriedigend,” kritisiert Finnur.

Die Weltgemeinschaft müsse ihre Emissionen bis 2030 um 50 Prozent reduziert haben, um die globale Erwärmung im Rahmen von 1,5 Grad Celsius zu halten. Doch gerade erst ist Islands Beitrag innerhalb der EU-Klimaziele auf 40 Prozent gesenkt worden. “Das ist einfach nicht akzeptabel für eine reiche Nation in privilegierter Position, so wie Island, geringere Ziele als der Weltdurchschnitt zu verfolgen.”
Finnur wünscht sich dass die Regierung mehr auf die jungen Menschen hört, und sich Ziele setzt, die zu den wissenschaftlichen Daten passen, auf die sie sich beziehen.

Hier gibt es die Rede der isländischen Premierministerin.

 

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