Island schafft "Luftbrücke" für Landbewohner Skip to content
Loftbrú subsidised flights
Photo: Loftbrú.

Island schafft “Luftbrücke” für Landbewohner

Inselbewohner, die weit von Reykjavík entfernt leben, können nun dreimal pro Jahr staatlich geförderte Flüge in die Landeshauptstadt buchen. Verkehrsminister Sigurður Ingi Jóhannsson startete die Initiative heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Egilsstaðir. Das Projekt, welches den Namen Loftbrú (Luftbrücke) trägt, soll Serviceleistungen in der Hauptstadt für Landbewohner besser erreichbar machen.

Loftbrú geht auf eine ähnliche Initiative in Schottland zurück, wo eine bezahlbare Transportmöglichkeit von den Inseln und dem Hochland geschaffen wurde. Loftbrú ist für alle registrierten Einwohner der Westfjorde, des Nordostens, Ostens, des Hornafjörður, der Westmännerinseln und Teilen des Nordwesten nutzbar.

Die staatliche Förderung umfasst 40 Prozent der Kosten eines gebuchten Fluges nach und von Reykjavík, ganz gleich ob der Flug den vollen Preis kostet oder ob ein Sonderangebot gebucht wurde. Jede Person aus den genannten Regionen darf drei Fahrten (sechs Flüge) pro Jahr über die Initiative buchen. Für das Jahr 2020 ist jedoch nur noch eine Fahrt (zwei Flüge) möglich.

Die Buchungsmaschine der Air Iceland Connect gibt einen guten Überblick über die aktuellen Kosten von Inlandsflügen. Ein Hin-und Rückflugticket zwischen Egilsstaðir und Reykjavík vom 11. bis 18. September mit einem aufgegebenen Gepäckstück kostet bis zu 44,325 ISK (267 EUR) für einen Passagier. Mit der Loftbrú Initiative verringert sich der Preis auf 26,595 ISK (160 EUR).

Die Unterstützung können Bürger über die Webseite island.is, dem elektronischen Serviceportal der Regierung, buchen. Loftbrú arbeitet daran, die gleiche Leistung für Studenten vom Land anzubieten, die für die Dauer ihres Studiums in der Hauptstadt leben, mit einer Umsetzung ist zum Jahresende zu rechnen.

Loftbrú dürfte den isländischen Staat pro Jahr 600 Mio ISK (3,6 Mio EUR) und allein in diesem Jahr 200 Mio. ISK (1,2 Mio EUR) kosten. Finanziert wird die Initiative aus dem Verkehrsetat, der im Juni verabschiedet worden war.

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