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Island ist Europameister bei Alkoholsteuer

Mit der geplanten Steuererhöhung um 2,5 Prozent ab dem neuen Jahr sitzt Island auch weiterhin auf einem einsamen Spitzenplatz im europäischen Vergleich, wenn es um die Besteuerung von alkoholischen Getränken geht. Einer Mitteilung des Arbeitgeberverbandes zufolge liegen die Alkoholsteuern auf der Insel viele hundert Prozent höher als im Durchschnitt anderer europäischer Länder, berichtet mbl.is.

Ein Grossteil dessen was man für Bier, Wein und Starkgetränke an der Kasse der staatlichen Alkoholkette ATVR lässt, wandert in die Staatskasse. Dabei liegt die Steuer bei Wodka mit 93,6 Prozent am höchsten, gefolgt von 81 Prozent beim Bier, 62,6 Prozent bei Wein in Flaschen und 72,2 Prozent bei Wein im zwei Liter Weinschlauch.
Demnach fällt die Besteuerung beim Wein um 584 Prozent höher aus als in den Ländern der EU. Starkweine wie Port oder Sherry sind um 621 Prozent höher besteuert, und Bier immerhin noch um 345 Prozent höher.
Bei dem Vergleich waren die Länder Osteuropas ausgenommen, weil sich dort die niedrigsten Alkoholsteuern finden. Dennoch bleibt Island an der Spitze, nur gefolgt von Norwegen mit sehr hohen Steuern auf Bier.

Der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes, Ólafur Stephensen, kritisiert in der Verbandsmitteilung, kein Land in Europa belege alkoholische Getränke mit ähnlich hohen Steuern wie Island. Auch wenn die Rekorde im Ausland gebrochen würde, steige die Steuer in Island einfach immer weiter. Die hohen Steuern benachteiligten die nationale Produktion von alkoholischen Getränken, eine Branche die ordentlich im Wachsen begriffen sei. Die Steuer auf Bier aus isländischen Brauereien liege weitaus höher als die auf importierten Wein.
Diese hohe Besteuerung treffe auch den Tourismus, nicht nur in der Gastronomie, sondern auch im Verkauf alkoholischer Souvenirs an Touristen. Eine akzeptable Alkoholbesteuerung könne den den isländischen Tourismus weitaus wettbewerbsfähiger machen, heisst es in der Verbandsmitteilung.

 

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